Chronik

Noroviren im Seniorenwohnhaus Hellbrunn

13 Bewohner und fünf Mitarbeiter an Brechdurchfall erkrankt

Laboruntersuchungen bestätigten den Verdacht auf Noroviren. SN/dpa
Laboruntersuchungen bestätigten den Verdacht auf Noroviren.

Seit dem vergangenen Sonntag sind im Seniorenwohnhaus Hellbrunn insgesamt 18 Personen an einer Noroviren-Infektion erkrankt. Aktuell sind 13 Bewohner und fünf Mitarbeiter des Haupthauses von den typischen Symptomen Durchfall und Erbrechen betroffen.

Bei Auftreten der ersten Verdachtsfälle wurden Laboruntersuchungen durchgeführt, die den Norovirus bestätigt haben. Sofort wurden zudem sämtliche Maßnahmen des Hygieneplans für städtische Seniorenwohnhäuser umgesetzt, u.a. Einsatz spezieller Mittel für verpflichtende Hände- und Flächendesinfektion, Aushänge zur Information von Bewohnern und Besuchern sowie Meldung an das Gesundheitsamt. Speisesaal und Café werden derzeit nicht genutzt, die Bewohner essen im Zimmer. Ebenso sind gemeinschaftlich Veranstaltungen abgesagt, um die Gefahr weiterer Ansteckungen zu reduzieren.

Man sei froh, dass der Virus auf das Haupthaus beschränkt sei, sagte Ernst Hörzing, Leiter aller städtischen Senioreneinrichtungen. "Durch die umgehende und strikte Umsetzung des Hygieneplans hoffen wir, dass es zu keiner Ausbreitung auf die weiteren Wohnhäuser - Freisaal A und B und Stöckl - kommt."

Noroviren treten hauptsächlich im Winterhalbjahr auf. Wechselhaftes Wetter mit Temperaturschwankungen begünstigt die Verbreitung der Viren vor allem dort, wo viele Menschen zusammenkommen. Eine Impfung gegen Noroviren-Infektionen gibt es bisher nicht. Die Übertragung erfolgt ausschließlich über Tröpfchen- bzw. Schmierinfektion (Erbrochenes, Ausscheidungen) - nicht über die Luft.

Quelle: SN

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