Chronik

Nun ist es Gewissheit: Luchs "Alus" wurde erschossen

Jener Luchs, der im September ohne Kopf und Pfoten im Saalachsee bei Bad Reichenhall nahe der Salzburger Grenze gefunden wurde, ist nachweislich erschossen worden.

Wurde definitiv erschossen: Luchs „Alus“.  SN/projekt bayern wild/glus
Wurde definitiv erschossen: Luchs „Alus“.

Diese Erkenntnis habe jetzt die Obduktion des Kadavers ergeben, wie Arno Aschauer, Teamleiter Artenschutz beim WWF Österreich, am Mittwoch in einer Presseaussendung mitteilte. "Bei den forensischen Untersuchungen konnten im Körper des Tieres eindeutig Geschosspartikel nachgewiesen werden", so Aschauer. Die Ermittlungen sind allerdings noch nicht abgeschlossen. Die Polizeibehörden würden weiterhin intensiv an dem Fall arbeiten.

Die bayerische Polizei bestätigte die Angaben des WWF: Bei den Untersuchungen des Kadavers in Stuttgart und Schweden seien eindeutig Geschosspartikel nachgewiesen worden.


"Der Luchs ist bei uns massiv vom Aussterben bedroht. Jedes einzelne Tier zählt", unterstreicht Aschauer. Trotzdem würden in Österreich und Deutschland mit trauriger Regelmäßigkeit streng geschützte Tierarten illegal verfolgt und getötet werden.

Hinweise, die zur Ausforschung des Täters führen, der Luchs "Alus" tötete, werden laut Aschauer mit bis zu 15.000 Euro belohnt. Entsprechende Anrufe nimmt das Landeskriminalamt Salzburg unter Tel. 059 133 50 3333 entgegen.

"Alus" hielt sich zuletzt im Raum Unken im Pinzgau auf

Bereits kurz nach dem Fund des Kadavers Anfang September 2017 wurde die Wildkatze als das im April 2014 im Rahmen eines Artenschutzprojekts im italienischen Friaul ausgewilderte Luchsmännchen "Alus" identifiziert. Das Tier hatte sich bis zu seinem gewaltsamen Tod vor allem im Salzburger Pinzgau, konkret vor allem im Raum Unken, aufgehalten. Dort konnte es durch eine Wildkamera regelmäßig bis Mitte Mai 2017 nachgewiesen werden.

(SN)

Aufgerufen am 18.01.2018 um 11:26 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/nun-ist-es-gewissheit-luchs-alus-wurde-erschossen-20242597

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