Chronik

Pakistaner vergaß Bauchtasche mit Falschgeld im Zug - Prozess in Salzburg

Der "patscherte" Falschgeldschmuggler erhielt zwölf Monate teilbedingte Haft (einen Monat davon unbedingt).

Symbolbild.  SN/heinz bayer
Symbolbild.

Mehr patschert denn professionell ging ein Falschgeldschmuggler aus Pakistan vor, der am Montag am Landesgericht vor Richter Christian Hochhauser Platz nahm. Der 39-jährige, vor seiner Verhaftung in Rom lebende Mann hatte sich anheuern lassen, 60 falsche 50-Euro-Noten aus Italien nach Österreich zu schmuggeln.

Angereist im Zug in Begleitung eines Landsmanns (40), vergaß der Mann im Dezember beim Aussteigen in Salzburg einen Rucksack, in dem sich nicht nur ihre Reisepässe (!), sondern auch die Blüten im Nominalwert von 3000 Euro befanden. Die falschen Fünfziger von eher dilettantischer Qualität waren im Rucksack in einer Bauchtasche deponiert.

Während das Verfahren gegen den Landsmann eingestellt wurde, da ihm eine Mittäterschaft nicht zweifelsfrei anzulasten war, zeigte sich der 39-Jährige nun vor Gericht reumütig geständig. "Es war der erste und letzte schwere Fehler in meinem Leben", meinte der bislang unbescholtene Pakistaner (Verteidigerin: RA Madeleine Danner). Der Richter sprach sich "aus generalpräventiven Gründen" gegen eine Diversion als Sanktion aus. Letztlich erhielt der Pakistaner wegen Einfuhr und Besitzes von nachgemachtem oder verfälschtem Geld zwölf Monate teilbedingte Haft, einer davon unbedingt. Das Urteil ist rechtskräftig.

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