Chronik

Patient sieht sich zum Hanfanbau gezwungen

Der Flachgauer Wilhelm Wallner baut gegen seine Schmerzen Cannabis an. Vor Gericht sagt er: "Es hilft mir am besten." Die Polizei beschäftigt auch ein weiterer ähnlicher Fall.

Patient sieht sich zum Hanfanbau gezwungen SN/chris hofer
Cannabiszucht: Medizin oder ein Fall für die Polizei?

Es ist kein klassischer Suchtgiftprozess, der am Montag am Landesgericht fortgesetzt wurde. Auf der Anklagebank sitzt Wilhelm Wallner (57). Nach einem Arbeitsunfall wurde dem Flachgauer im Jahr 2005 ein Sprungelenksimplantat eingesetzt, seither leidet er unter chronischen Schmerzen. Weil seinen Angaben nach diverse Schmerztherapien keine nachhaltige Linderung brachten und bringen, baute er schon mehrfach suchtgifthaltige Hanfpflanzen an: "Der Wirkstoff THC hilft mir eindeutig am besten. Sogar ein Arzt hat mir Cannabis als Selbstmedikation empfohlen. Aber obwohl ich die Pflanzen nur gegen meine Schmerzen eingesetzt habe, werde ich verfolgt wie ein Schwerkrimineller", so Wallner bereits zum Prozessauftakt im Herbst 2015.

Weiterlesen wenn Sie mehr wissen wollen

7 Tage lang kostenlos und unverbindlich.

Ihr 7-Tage-Test ist bereits abgelaufen. Lesen Sie jetzt weitere 30 Tage kostenlos.

Mehr Infos

Sie sind bereits Digitalabonnent?

Aufgerufen am 17.11.2018 um 08:22 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/patient-sieht-sich-zum-hanfanbau-gezwungen-1008016