Chronik

Pensionist betrog Opfer um 470.000 Euro: Haftstrafe

Ein 64-jähriger Salzburger, der fünf Personen insgesamt rund 470.000 Euro herausgelockt haben soll, hat sich am Dienstag bei einem Prozess in Salzburg zum Vorwurf des schweren, gewerbsmäßigen Betruges schuldig bekannt.

Symbolbild. SN/APA/BARBARA GINDL
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Der Ex-Mitarbeiter einer Versicherung täuschte laut Anklage seinen Opfern vor, ihr Geld in Lebensversicherungen oder eine Wohnung zu veranlagen und mit Zinsen zurückzuzahlen.

Die Geschädigten warten noch heute auf ihr Geld. "Ich habe riesen Dummheiten gemacht", sagte der Angeklagte reuevoll. "Es tut mir sehr leid. Es waren gute Bekannte, die ich ausgenutzt habe." Der pensionierte Versicherungsmitarbeiter soll von Jänner 2015 bis August 2018 seine Opfer zur Überweisung von großen Geldbeträgen überredet und die erhaltenen Beträge ohne Wissen der Geldgeber beispielsweise in einen Wohnungskauf in Spanien, in eine Wohnungssanierung und in ein Geschäftsmodell für eine Arbeitskräftevermittlung gesteckt haben.

Die Wohnung in Spanien habe er gewinnbringend verkaufen wollen und deshalb einige Jahre auf eine Wertsteigerung gewartet, meinte der Angeklagte. Er sei optimistisch gewesen, dass er die Beträge zurückzahlen könne. "Ich führte einen sehr bescheidenen Lebenswandel." Als Motiv für sein Verhalten nannte er einen psychischen "Kontrollverlust" aufgrund einer Krebserkrankung.

Der vorsitzende Richter des Schöffensenates am Landesgericht Salzburg, Günther Nocker, hielt dem Beschuldigten eine "Loch-auf, Loch-zu"-Methode vor, die nicht funktionieren könne. "Sie haben die Geschädigten nicht nur vertröstet, sie haben auch weitere Geschädigte hervorgebracht." Der Richter gab auch zu bedenken, dass der Mann bereits im Jahr 2016 wegen des gleichen Deliktes vor Gericht gestanden war und trotz laufenden Strafverfahrens seine Taktik fortgesetzt habe. Zudem sei der Salzburger auf ein Einkommen in Höhe von 1.200 Euro exekutiert worden. "Wie sollen Sie in ihrem Alter das Geld je wieder zurückzahlen können?"

Der Angeklagte hat eigenen Angaben zufolge in Summe rund 500.000 Euro an Schulden. Vermutlich wird heute noch ein Urteil gesprochen. Der 64-Jährige war bei dem Prozess am 24. Oktober 2016 am Landesgericht Salzburg wegen des Verkaufs von falschen Lebensversicherungen im Wert von rund 1,26 Millionen Euro zu einer Freiheitsstrafe von 24 Monaten, davon wurden 22 Monate bedingt, verurteilt worden. Auch damals zeigte er sich geständig und brachte seine Erkrankung ins Spiel.

Der Salzburger ist zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von drei Jahren verurteilt worden. Das Urteil ist rechtskräftig, wie Gerichtssprecher Peter Egger informierte. Der 64-jährige Beschuldigte hatte sich zum Vorwurf des schweren, gewerbsmäßigen Betruges schuldig bekannt und die Tat bereut.

Der Salzburger ist bei dem Prozess am Landesgericht Salzburg zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von drei Jahren verurteilt worden. Das Urteil ist rechtskräftig, wie Gerichtssprecher Peter Egger informierte. Der 64-jährige Beschuldigte hatte sich zum Vorwurf des schweren, gewerbsmäßigen Betruges schuldig bekannt und die Tat bereut.

Quelle: SN, Apa

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