Chronik

Pfadfinder bauten sich ihr Vereinshaus selbst

Die Herbergssuche der Maxglaner Pfadfinder hat ein Ende: Den Bau ihres neuen Heims schafften die Vereinsmitglieder in Eigenregie.

Ernst Fuchs (3. v. r.) mit dem Bautrupp der Maxglaner Pfadfinder. SN/ANTON PRLIC
Ernst Fuchs (3. v. r.) mit dem Bautrupp der Maxglaner Pfadfinder.

Es sei ein Wahnsinn, was man gemeinsam geschafft habe, sagt Ernst Fuchs. Unter der Regie des pensionierten Installateurs bauten sich die Maxglaner Pfadfinder in vier Jahren ein neues Vereinsheim. Der Bau markiert gleichzeitig das Ende einer jahrzehntelangen Herbergssuche des Vereins, der 200 Mitglieder hat, davon knapp 180 Kinder und Jugendliche.

Neben den (zu kleinen) Räumlichkeiten in der Pfarre Maxglan haben die Pfadfinder von der Stadt Salzburg ein Stück des ehemaligen Eichetwalds in der Karolingerstraße gepachtet. Als die Bewohnerin eines angrenzenden Hauses verstarb, mieteten die Pfadfinder das Gebäude, sagt Ernst Fuchs. "Wir hatten länger überlegt, dort ein Haus zu errichten, wussten aber anfangs noch nicht, wie man das anstellen könnte. Schließlich trauten wir uns aber doch zu, das Haus selbst umzubauen. Wir wollten so viel wie möglich selbst machen."

Schnell stellte sich heraus, dass unter den Vereinsmitgliedern ein großes Potenzial schlummerte: Neben dem gelernten Handwerker Ernst Fuchs gab es Baumeister, eine Bauingenieurin, einen Elektriker, zudem viele helfende Hände. 103 Pfadfinderinnen und Pfadfinder arbeiteten in den vier Jahren des Umbaus an dem Haus mit. Aus der Adaptierung wurde fast ein Neubau: Vom ursprünglichen Gebäude blieb nur die Außenwand stehen.

7058 Stunden leisteten die Pfadfinder, 3000 davon übernahm Ernst Fuchs. "Wir haben 90 Prozent der Arbeit selbst gemacht. Nur 845 Stunden wurden von externen Professionisten übernommen. Den Dachstuhl baute ein Zimmerer, auch die Stiegen ließen wir von einem Schlosser bauen."

Hilfe brauchten die Pfadfinder auch zur Finanzierung: 90.000 Euro bekamen die Pfadfinder vom Land, 10.000 von der Stadt Salzburg. Dazu sammelten sie jede Menge Spenden und lukrierten Geld über zusätzliche Aktionen wie Glühweinverkaufsstände und andere Sammelaktionen.

Am Freitag wird das Haus mit einem Fest offiziell eröffnet. Für alle Helfer gibt es einen Anstecker für die Pfadfinderuniform: "Pfadfinderhaus Maxglan - ich war dabei" steht darauf.

Aufgerufen am 24.08.2019 um 09:31 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/pfadfinder-bauten-sich-ihr-vereinshaus-selbst-72910681

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