Chronik

Pflegeschule soll auch für Erwachsene möglich werden

Es war wie ein Weihnachtsgeschenk für das "multiaugustinum". Am 17. Dezember gab es grünes Licht für den neuen Schultyp. Jetzt geht es an die Detailplanung. Start: Schuljahr 2020/21.

Direktor Klaus Mittendorfer mit LAbg. Manfred Sampl. Perner
Direktor Klaus Mittendorfer mit LAbg. Manfred Sampl.

Weniger Wirtschaftsfächer, dafür Schwerpunkte in sozialen Fächern und Überschneidung mit der Gesundheits- und Pflegeausbildung. Der neue Schultyp am "multiaugustinum" nimmt Formen an. Es wird eine Fachschule für Sozialberufe mit Schwerpunkt Pflege. Nach der abgeschlossenen achten Schulstufe können interessierte Schüler ab dem Schuljahr 2020/21 ihren Berufswunsch im Lungau realisieren. "Die Ausbildung ist auch für Erwachsene möglich. Die Dauer beträgt drei plus eins Jahre. Der Schultyp wird in Zusammenarbeit mit dem Gesundheits- und Bildungsministerium sowie mit dem Land Salzburg kreiert", sagt Direktor Klaus Mittendorfer und fährt fort: "Die Ministerien geben die Rahmenbedingungen vor. Das Land Salzburg sorgt für die Finanzierung der Pflegeausbildung. Das Lehrpersonal für die Fachrichtung Pflege wird ebenfalls vom Land gestellt."

Für LAbg. Manfred Sampl (ÖVP) werden durch den neuen Schultyp drei Faktoren erreicht: "Wir bekommen dadurch mehr ausgebildete Menschen in der Pflege. Es ist eine Standortabsicherung für die Schule, aber auch eine Regionalentwicklung durch neue Arbeitsplätze."

Bisher war die Ausbildung erst ab 17 Jahren möglich: "Es geht darum, dass man interessierte Schüler schon nach der 8. Schulstufe abholt. Die theoretische Pflegeausbildung beginnt in der 10. und 11. Schulstufe. Trainiert wird in dieser Zeit auch an einer Modellstation. Die praktische Ausbildung am Patienten darf weiterhin erst ab 17 Jahren beginnen", sagt Mittendorfer.

Höchster Abschluss ist die Pflegefachassistenz. "Wir wollen Anreize schaffen, damit auch Schüler von außerhalb zu uns kommen." Im restlichen Schuljahr werden jetzt Details verhandelt, der Lehrplan entsprechend angepasst. "Wir gehen davon aus, dass der Schultyp im Sommer steht, die Bewerbung im Herbst beginnen kann und wir im Schuljahr 20/21 mit dem neuen Schultyp in Betrieb gehen. Uns war es wichtig, dass die Theorieausbildung an einem Standort abgewickelt wird", sagt der 60-Jährige.

Seit gut einem Monat gibt es Einigkeit zwischen Ministerien und Land. Manfred Sampl: "Die Kunst war es, den Standort in den Lungau zu holen. Es gab mehrere Interessenten. Als Regionalverband sind wir Partner der Schule. In Ramingstein sind zusätzliche Pflegebetten geplant. Auch dafür braucht es dann Pflegepersonal. Uns geht es um Dezentralisierung und die Stärkung von kleineren Gemeinden. Ramingstein kooperiert dann mit Mauterndorf."

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