Chronik

Pflücken erlaubt: Wo in Salzburg kostenloses Obst wartet

Birnen aus Parsch, Kirschen aus Bergheim, Walnüsse aus Maxglan: Eine Online-Karte zeigt, wo in Salzburg "Mundraub" erlaubt ist.

Der Baum hängt voll reifer Äpfel, doch es ist keiner da, der sie pflückt: Dass die Früchte vieler Obstbäume verfaulen, anstatt gegessen zu werden, ärgerte Katharina Frosch und Kai Gildhorn. Die beiden Deutschen starteten deshalb die Online-Plattform Mundraub.org. Auf digitalen Karten wird nun vermerkt, wo ein Birnbaum auf öffentlichem Grund steht oder in welchem Schrebergarten der Besitzer seine Kirschen verschenkt, weil er zuviele hat. Somit wird gezeigt, welches Obst tatsächlich "herrenlos" und zum Ernten freigegeben ist.

Auch in Salzburg kann gepflückt werden

Mehr als 22.000 Fundorte wurden bereits eingetragen. Wer will, kann jederzeit weitere Fundorte eintragen und somit die Obst-Auswahl vergrößern. Zwar ist die Dichte in Deutschland größer als in Österreich. Aber auch hierzulande gibt es zahlreiche Einträge. In Salzburg sind etwa Parscher Birnen, Bergheimer Kirschen oder Maxglaner Walnüsse eingezeichnet. "Es ist für uns beeindruckend, wie viele Menschen sich von der Mundraub-Idee begeistern lassen und bereit sind, ihre Perspektive auf die Landschaft zu ändern, eigene Ideen entwickeln und sich mit uns engagieren", erklärt Mundraub-Gründer Kai Gildhorn.

Quelle: SN

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