Chronik

Phishing-Welle in Salzburg: Wie Internet-Gangster an Passwörter gelangen

Die Salzburger Polizei hat am Freitag auf eine Phishing-Welle aufmerksam gemacht. Cyberkriminelle sind dabei an Passwörter gelangt und versuchen damit, ihre Opfer zu erpressen.

Symbolbild. SN/APA (AFP/Archiv)/NICOLAS ASFOURI
Symbolbild.

Derzeit erstatten vermehrt besorgte Bürger bei der Polizei Anzeige, weil ihnen in einem E-Mail eine Veröffentlichung ihrer Daten angedroht wird, da die Unbekannten die Passwörter der Bürger hätten. Das berichtete die Polizei am Freitag in einer Aussendung.

Diese Passwörter sind in dem Mail angeführt und stimmen auch zumeist. Weiters behaupten die Täter, aufgrund der Passwörter auch Zugriff auf die Kameras und Mikrofone der Computer zu haben. Die Täter verlangen 400 Euro in Bitcoins.

Dazu berichten die IT-Spezialisten der Salzburger Polizei aber:

  • Aus technischer Sicht ist es nicht möglich, nur aufgrund eines E-Mail-Passwortes Zugang zu einem Heim-Computer zu erlangen, auch nicht auf Kamera oder Mikro.


Es handelt sich hierbei um eine gezielte Phishing-Attacke, da auf vielen Plattformen zahlreiche Nutzer-Logins tagtäglich veröffentlicht werden. Hier wird stark mit der Angst der Menschen spekuliert und das Passwort soll die Situation noch verschärfen. Von den Unbekannten werden aber keine näheren personalisierten Angaben (also Beweise für den Zugriff) gemacht, weil eben kein Zugriff erfolgte.

Tipps für richtiges Verhalten:

Damit können Sie den Internet-Gangstern ein Schnippchen schlagen:

  • Passwörter sofort ändern
  • Auf keine Geldforderungen eingehen
  • Anzeige bei der Polizei
  • Wenn Sie keine Anzeige erstatten, dann kann das E-Mail auch gelöscht werden.

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