Chronik

Pinzgauer Festung Kniepass soll Besucher anlocken

Die Festung Kniepass zwischen Unken und Lofer im Pinzgauer Saalachtal wird aus dem Dornröschenschlaf geholt: Ein modernes Besucherzentrum, Erlebnisausstellungen, eine 130 Meter lange Rutsche sowie Gastronomie mit regionalen Spezialitäten sollen Besucher anlocken.

Der Dombaumeister Santino Solari wurde 1621 von Erzbischof Paris Lodron beauftragt, die Festung Kniepass in Unken zu bauen. Angegriffen wurde sie nie. Deshalb ist die Burg noch großteils im Originalzustand aus dem 17. Jahrhundert. 1968 kaufte sie das Land vom Bund. Danach wurde sie aber nur hin und wieder von lokalen Kulturvereinen genützt und war großteils nicht zugänglich.

Das wird sich bald ändern. In Salzburg präsentierte das Land am Donnerstag die Pläne für die Belebung der Burg samt den Ergebnissen des dazugehörenden Architektenwettbewerbs. LH Wilfried Haslauer (ÖVP) sagte: "Das Land hat die Verpflichtung, so ein Baudenkmal zugänglich zu machen und mit Leben zu füllen." Es ist eine Ausstellung zum Thema Grenzen geplant, wobei der Grenzraum zwischen Salzburg, Tirol und Bayern im Mittelpunkt steht. Dazu kommen Sonderausstellungen und Konzerte. Für diese bietet sich der geneigte Burghof besonders an.

Beim Parkplatz Kniepass am Fuß der Burg wird ein Besucherzentrum gebaut. Es bietet auch Platz für eine Gastwirtschaft. Zudem sollen Produkte aus der Region verkauft werden. Ein Betreiber für die Gastronomie wird noch gesucht. Das Gebäude stehe direkt an der B311 , um Präsenz zu zeigen, sagte Architekt Stefan Marte vom Büro Marte.Marte, das den Architektenwettbewerb gewonnen hat. Die Burg selbst wird nur geringfügig adaptiert, um den Ausstellungsbetrieb zu ermöglichen. Die Burgen und Schlösser Betriebsführung kalkuliert mit 60.000 Besuchern im Jahr. Dann würde sich der Betrieb rechnen, so Geschäftsführer Maximilian Brunner.

Eine zusätzliche Attraktion ist eine ganzjährig benützbare Riesenrutsche von der Burg ins Tal. Es werde die größte Rutsche in Salzburg und nach jener in Graz die zweitgrößte in Österreich, sagt der Betreiber, der Eugendorfer Thomas Reisenhofer, der in die Rutsche 750.000 Euro investiert. Für den Rest investiert das Land 5,6 Mill. Euro. Baubeginn ist 2020 oder 2021. Bürgermeister Florian Juritsch (ÖVP) sagt, die Region setze sehr große Hoffnung in das Projekt.

Aufgerufen am 23.09.2019 um 10:10 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/pinzgauer-festung-kniepass-soll-besucher-anlocken-72952681

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