Chronik

Pinzgauerin stürzte beim Preiselbeerpflücken in den Tod

Die Frau wurde seit Dienstag im Gebiet der Zeller Schmittenhöhe vermisst. Großeinsatz der Bergrettung.

Am Dienstagabend gegen 20.30 Uhr wurde die Bergrettungen Zell am See und Saalbach alarmiert. Eine 64-jährige Zellerin war von ihrem Mann als vermisst gemeldet worden. "Die Frau ist bereits am Dienstagmorgen mit der Gondel auf die Schmittenhöhe zum Preiselbeerenpflücken gefahren", so der Ortsstellenleiter von Zell am See, Rainer Straub.

Die Bergretter suchten mit Suchhunden noch bis 1.30 Uhr in der Nacht nach der Vermissten. Das blieb wie eine Handypeilung der Polizei erfolglos. Auch eine Wärmebildkamera half nicht. Am frühen Mittwochmorgen um 6 Uhr wurde die Suchaktion von 45 Bergrettern der Ortsstellen Zell am See, Fusch, Saalbach, Saalfelden, Kaprun samt fünf Hundeführern wieder aufgenommen. Das Rettungshubschrauberteam von Martin 1 unterstützte die Suchaktion. Auch Feuerwehrleute aus Zell am See und Piesendorf sowie Alpinpolizisten suchten mit.

Nach einer Meldung eines Bergbahnen-Mitarbeiters, der die Frau am Vortag noch gesehen hatte, konnte das weitläufige Suchgebiet etwas eingegrenzt werden. Gegen 10 Uhr wurde die Vermisste im Bereich der Kesselscharte (1844 m) rund zwei Kilometer westlich der Schmittenhöhe von Bergrettern gefunden. Sie dürfte an der steilsten Stelle des Höhenweges ausgerutscht, über eine Felstufe gefallen und dann noch etwa 100 Meter durch felsdurchsetztes Gelände gestürzt sein.

Aufgerufen am 27.11.2021 um 07:45 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/pinzgauerin-stuerzte-beim-preiselbeerpfluecken-in-den-tod-77426875

Schlagzeilen