Chronik

Pkw-Einbrüche in Salzburg: Jeder Dritte lässt Wertsachen im Auto liegen

Das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) mahnt gerade in der Weihnachtszeit zur Vorsicht.

In den vergangenen Wochen vermeldete die Polizei zahlreiche Pkw-Einbrüche in der Stadt Salzburg. Mitte Dezember wurden bei sechs in Lehen abgestellten Pkw die Fensterscheiben eingeschlagen und Geld sowie Bankkarten gestohlen. Ein Monat davor war in zwölf Fahrzeugen in Tiefgaragen in Gnigl und Parsch eingebrochen worden, aus drei Fahrzeugen wurde Geld gestohlen.

Tausende Einbrüche

Das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) warnt nun davor, Wertgegenstände und gerade gekaufte Weihnachtsgeschenke im Pkw liegen zu lassen. 2017 wurden laut Zahlen des Bundeskriminalamts österreichweit 7530 Kfz-Einbrüche gezählt. Zum Vergleich: Im Jahr davor waren es noch 10.117. Das KFV mahnt dennoch zur Vorsicht.

Jeder Dritte sorglos

Das KFV beobachtete zuletzt 27.000 Fahrzeuge in den neun Landeshauptstädten. "In 30 Prozent der Fahrzeuge wurden Wertgegenstände vorgefunden. Am häufigsten wurden Schmuck und Brillen, gefüllte Einkaufstaschen, Kleingeld sowie Handtaschen im Auto zurückgelassen", sagt KFV-Direktor Othmar Thann, Direktor des KFV. Zu finden seien die Wertgegenstände vorwiegend im Bereich der Vordersitze bzw. der Mittelkonsole und auf der Rückbank gewesen. "Profis benötigen knappe fünf Sekunden, um ein Auto aufzubrechen. Im Auto haben Wertgegenstände daher nichts verloren."

Sicherheitstipps

Das KFV hat folgende Tipps für Pkw-Fahrer:

  • Nicht auf das Abschließen vergessen, auch wenn man das Auto zum Beispiel an der Tankstelle nur kurz verlässt.
  • Fenster, Schiebedach bzw. Verdeck beim Cabrio immer schließen.
  • Kfz-Dokumente, sonstige Dokumente, Bargeld, Kreditkarten, Handys, Fotoapparate oder andere Wertgegenstände nicht im Handschuhfach oder frei auf den Rücksitzen ablegen.
  • Keine Wertsachen (Handy, Notebook, Navigationsgerät, Handtasche, teure Kleidung) sichtbar im Pkw liegen lassen - falls nicht anders möglich, im nicht einsehbaren Kofferraum versperren.
  • Es sollen nicht nur Navigationssysteme, sondern auch deren Halterungen beim Verlassen des Fahrzeuges mitgenommen werden. Eine sichtbare Halterung lässt Einbrecher vermuten, dass das Navigationsgerät eventuell im Handschuhfach abgelegt wurde.
  • Keinen Abdruck der Halterung für Navigationsgeräte auf der Frontscheibe hinterlassen - dies gibt potenziellen Tätern Aufschluss über ein möglicherweise im Wageninneren verwahrtes Navigationsgerät.
  • Den Reserveschlüssel niemals im Fahrzeug zurücklassen (Auto, Wohnung, etc.).
  • Wagen auch in geschlossenen Garagen immer absperren.
  • Nach dem Abschließen mit einem Griff zur Türschnalle nochmals kontrollieren, ob die Türen tatsächlich versperrt sind.
  • Manuelle Verriegelung des Fahrzeuges anstelle der Verwendung des Funkschlüssels (so kann verhindert werden, dass das Funksignal abgefangen wird).
  • Empfehlenswert ist das Öffnen des Handschuhfachs, um zu signalisieren: Hier gibt es nichts zu holen!
  • Stellen sie ihr Fahrzeug, wenn möglich, in bewachten Bereichen oder zumindest in frequentierten Bereichen und beleuchteten Bereichen ab.
Quelle: SN

Aufgerufen am 26.11.2020 um 02:16 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/pkw-einbrueche-in-salzburg-jeder-dritte-laesst-wertsachen-im-auto-liegen-62662138

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