Chronik

Polizei erwischte in Salzburg heuer bereits 30 Lenker mit Laserblocker

Ein von der Salzburger Polizei beschlagnahmter Laserblocker.  SN/polizei salzburg
Ein von der Salzburger Polizei beschlagnahmter Laserblocker.

Den bis dato letzten Lenker, der das Radarauge des Gesetzes überlisten wollte, erwischten Salzburger Polizisten am 16. Mai auf der A 10 im Tennengau: Messversuche mit der Radarpistole beim Pkw des 54-jährigen Ungarn schlugen fehl, weshalb sein Auto intensiv kontrolliert wurde. Und siehe da: In seinem Pkw war gut getarnt im Kühlergrill ein verbotener Laserblocker eingebaut. Nach dem Ausbau des Hightech-Gerätes an Ort und Stelle musste der Lenker eine Sicherheitsleistung von 2000 Euro zahlen, ehe er wieder weiterfahren durfte.

"Heuer haben wir allein bis Mitte Mai auf der Tauern- und Westautobahn im Landesgebiet Salzburg schon 30 Laserblocker abgenommen", betont Polizeisprecherin Irene Stauffer. Wer einen Blocker eingebaut hat, um nicht geblitzt zu werden, muss mit Verwaltungsstrafen von bis zu 5000 Euro rechnen. Seit 2017 wird nicht nur das Aktivieren eines Laserblockers, sondern auch schon sein bloßes Mitführen bestraft.

Illegale Laserblocker seien inzwischen bereits "ab 500 bis 600 Euro zu haben", sagt der Kfz-technische Sachverständige Gerhard Kronreif: "Mit den Laserstrahlen der immer kleiner gewordenen Blocker kann man die Laserstrahlen der Polizeimessgeräte (Radarkasten, -pistole) derart stören, dass keine gültige Messung zustande kommt. Anders gesagt: Auf dem Display des Messgeräts wird eine Fehlermeldung angezeigt." (,Error', Anm.).

Während Laserblocker in Österreich verboten sind, dürfen so genannte Radarwarner, die über ein Navigationsgerät (Navi) im Auto funktionieren, verwendet werden. Experte Kronreif erklärt dazu: "Die modernen Navis haben sämtliche stationären Radarkästen in Österreich programmiert. Teilweise sogar Radarkästen-Standorte in ganz Europa. Solche übers Navi funktionierende Radarwarner melden dem Lenker, dass ein paar Hundert Meter voraus ein Radargerät steht. Sie warnen also nur - ohne Information darüber zu geben, ob der Kasten "scharf" ist. Sie stören bzw. blockieren eine Messung durch das Gerät aber nicht."

Verboten sind hingegen solche Radarwarngeräte, die über Funkwellen Radarkontrollen aktiv aufspüren. Also Warner, die über Sensoren verfügen, die Radarstrahlen erkennen können.

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