Chronik

Polizei stellte in Hintersee 40 Kilogramm Sprengstoff sicher

Weil die Sprengkapsel fehlte, ging vom formbaren Sprengstoff keine akute Gefahr aus. Erste Ermittlungen deuten auf eine widerrechtliche Entsorgung hin.

Die Polizeiinspektion Hof ersucht um Hinweise. SN/polizeisalzburg
Die Polizeiinspektion Hof ersucht um Hinweise.

Bereits am Mittwoch wurde der Polizei der Fund zweier Aluminiumkisten, welche in Hintersee nächst einer Forststraße abgestellt waren, gemeldet. Bei den grün lackierten Metallkisten handelte es sich um Munitionskisten, in denen sich insgesamt 40 Kilogramm Sprengstoff befanden. Die Begutachtung durch Spezialisten des Landeskriminalamtes Salzburg und des Innenministeriums ergab, dass es sich konkret um C4-Sprengstoff handelt. Mangels der, zur Zündung unbedingt erforderlichen, Sprengkapsel ging vom formbaren Sprengstoff, der auch als Plastiksprengstoff bekannt ist und grundsätzlich nur von Militärs verwendet wird, selbst keine akute Gefahr aus.

Polizei geht von Entsorgung aus

Die Ermittlungen ergaben, dass der sichergestellte Sprengstoff nicht aus Beständen des österreichischen Bundesheeres stammt. An den beiden Behältern wurden Spuren gesichert, welche derzeit ausgewertet werden. Ein terroristischer Hintergrund ist nach aktuellem Ermittlungsstand auszuschließen. Die Hinweise verdichten sich vielmehr in Richtung einer erst kürzlich erfolgten Entsorgung. Vermutlich dürfte der explosive Fund bei der Entrümpelung eines Objektes gemacht worden sein.

Die Polizeiinspektion Hof ersucht um Hinweise. SN/polizeisalzburg
Die Polizeiinspektion Hof ersucht um Hinweise.

Die Polizei ersucht den Besitzer und/oder eventuelle Zeugen sich bei der Polizeiinspektion Hof unter 059133 5117 zu melden. Finder oder Erben von Kriegsmaterial seien prinzipiell straffrei, sofern sie sich an die folgenden Hinweise halten:


• Wer Kriegsmaterial findet hat dies unverzüglich, ohne unnötigen Aufschub, der Militär- oder Sicherheitsdienststelle zu melden.
• Befindet sich im Nachlass eines Verstorbenen Kriegsmaterial, so hat derjenige, in dessen Obhut sich die Gegenstände im Erbfall befinden, dies unverzüglich der nächsten Militär- oder Sicherheitsdienststelle anzuzeigen.
• Es ist immer absolute Vorsicht geboten.
• Berühren/Hantieren Sie keinesfalls mit dem Kriegsmaterial.

Quelle: SN

Aufgerufen am 26.10.2020 um 04:55 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/polizei-stellte-in-hintersee-40-kilogramm-sprengstoff-sicher-86177443

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