Chronik

Polizistin verletzt: 19-jähriger Somalier bald vor Gericht

Junger Asylbewerber wurde auch wegen mehrerer Diebstähle angeklagt.

Symbolbild. SN/sn
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Der Fall hatte für gehöriges Aufsehen gesorgt - auch innerhalb der Polizei: Ein 19-jähriger Somalier soll im Juli in Salzburg-Liefering eine 30-jährige Polizistin außer Dienst nahe ihrer Wohnung massiv attackiert haben. Die Beamtin war erheblich verletzt worden: Unter anderem erlitt sie eine große, blutende Platzwunde, Prellungen am Kopf, am Unterkiefer, Ellbogen und am Knie sowie ein HWS-Syndrom.

Brisant: Nicht nur gegen den damals auf freiem Fuß angezeigten Asylbewerber, sondern auch gegen die Polizistin war damals ein Strafverfahren wegen Körperverletzung eingeleitet worden. Bei dem Vorfall hatte auch der 19-Jährige Blessuren davon getragen.

Während das Verfahren gegen die Beamtin, vertreten von Rechtsanwalt Kurt Jelinek, wegen Handelns in "berechtigter Notwehr" eingestellt wurde, erhob die Staatsanwaltschaft Anklage gegen den Somalier. Diese ist bereits rechtskräftig, der Afrikaner steht am 9. Februar vor einem Jugendschöffengericht (Vorsitz: Bettina Maxones-Kurkowski).

In ihrer Anklage lastet Erste Staatsanwältin Barbara Fischer dem Somalier aber nicht nur schwere Körperverletzung an. Der 19-Jährige soll zudem noch mehrere, teils räuberische Diebstähle verübt haben. Laut Anklage stahl er sowohl im August als auch im November in Tankstellen Schnaps und weiters ein Fahrrad. Er war bei allen der mutmaßliche Taten teils erheblich alkoholisiert. Die mutmaßliche Attacke auf die Polizistin bestritt der 19-Jährige im Vorverfahren. Er behauptete, er sei von der Frau angegriffen worden.

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