Chronik

Pongauer Ortschefs klagen: Zu wenig Polizei

Zwei Ortschefs kritisieren den Abzug örtlicher Beamter für Sondereinsätze.

Pongauer Ortschefs klagen: Zu wenig Polizei SN/APA (Gindl)/BARBARA GINDL

Harsche Kritik am ÖVP-geführten Innenministerium üben jetzt die Pongauer SPÖ-Bürgermeister Andreas Haitzer (Schwarzach) und Hansjörg Obinger (Bischofshofen) in einer Presseaussendung. Stein des Anstoßes: Trotz bereits eklatanten Personalmangels in den Polizeiinspektionen (PI) ihrer Gemeinden würden gerade in jüngerer Zeit ständig Beamte "für Aufgaben außerorts" abgezogen. Konkret meinen die Ortschefs Abkommandierungen im Zusammenhang mit dem Asyl- und Flüchtlingswesen, mit erhöhter Terrorgefahr, aber auch Personalanforderungen für Einsätze bei Fußballspielen, im Alpinbereich oder die Polizeimusik.

Die PI Schwarzach - ausgerichtet für zwölf Planstellen - sei seit Längerem nur mit "8,5 Beamten/-innen" besetzt, so Haitzer. Nachsatz: "Das Abziehen von Polizisten bei dieser angespannten Personalsituation ist untragbar." Bei einem Besuch im Salzburger Europark habe er kürzlich "zufällig zwei Kollegen der PI Schwarzach in Uniform" gesehen. Auf die Frage, was diese nach Salzburg verschlage, habe er als Antwort erhalten, dass sie aufgrund erhöhter Terrorgefahr hierher geschickt worden seien. Haitzer: "Wenn ich mir vorstelle, dass dann nur mehr 6,5 Beamte in Schwarzach Dienst tun, wundert es mich nicht, dass die Menschen Angst haben. Einen Schichtdienst aufrechtzuerhalten ist unmöglich." Auch Kollege Hansjörg Obinger klagt: In Bischofshofen seien von 20 Planstellen 14 besetzt, eine akzeptable örtliche Präsenz nicht mehr möglich.

Die Ortschefs fordern, dass Neo-Innenminister Wolfgang Sobotka "die katastrophale Personalpolitik" seiner Vorgängerin Johanna Mikl-Leitner korrigiert und bundesweit die Personaldecke verdichtet.

Bei der Landespolizeidirektion reagiert man auf die Kritik so: "Nach den jüngsten europaweiten Ereignissen, einer generell erhöhten Gefährdungslage und aktuell vielen Veranstaltungen ist eine Verstärkung der Polizeipräsenz in der Stadt Salzburg geboten. Die Belastung der Polizistinnen und Polizisten ist hier ungleich höher als in den Bezirken." Zudem sei im Pongau die Zahl der Kriminaldelikte im letzten Halbjahr um 15% zurückgegangen.

Quelle: SN

Aufgerufen am 24.09.2018 um 12:03 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/pongauer-ortschefs-klagen-zu-wenig-polizei-1188952

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