Chronik

Preiswürdiges Projekt am Halleiner Gymnasium

Mit ihrem ambitionierten Projekt zur Sichtbarmachung und Vermeidung von Plastikmüll-hat die 1b des Halleiner Gymnasiums auch im Ministerium in Wien Anklang gefunden.

Zum ersten Mal hatte heuer das Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus (BMNT) hat den Wettbewerb "Abfallvermeidung macht Schule" ausgeschrieben. Ausgezeichnet wurden die ambitioniertesten Ideen gegen die Verschwendung von Ressourcen - wie zum Beispiel Aktionen gegen den sorglosen Einweg-Plastikkonsum oder gegen die Verschwendung von Lebensmitteln. Viele Projekte zeigen eindrucksvoll auf, wie Kreislaufwirtschaft wirkungsvoll umgesetzt werden kann.

Vorbildliches Engagement

Zu den bundesweiten Siegern kürte eine Fachjury auch die 1b-Klasse des Halleiner Gymnasiums mit Klassenvorstand Josef Kreuzberger, die Ende Oktober mit viel Eigeninitiative der Schüler das Thema Plastikmüll aufgegriffen hatte. "Den Jugendlichen ist der bewusster Umgang mit unseren Ressourcen sehr wichtig. Ich bin beeindruckt, dass die Projekte topaktuelle Herausforderungen thematisieren", lobte Nachhaltigkeitsministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP). "Ihr Engagement für den nachhaltigen Umgang mit Rohstoffen hat starken Vorbildcharakter - nicht nur für andere Jugendliche, auch für uns Erwachsene."

In einem großen Projekt mit seiner 1B hat der Kuchler vergangene Woche deshalb Plastikvermeidung und Alternativen zum Thema gemacht. Die Klasse beschäftigte sich mit Glasflaschen und Stofftaschen als Ersatz für Plastikflaschen und -sackerl und schaffte sogar Gläser für jede/n der Schüler/innen an, um Plastiktrinkgefäße zu vermeiden. "Die Kinder haben sogar schon bei unserem Milchbauern angefragt, ob es nicht möglich wäre, die Schulmilch in Zukunft in Glasflaschen zu bekommen statt im Tetra Pak." Zudem sind die SchülerInnen, ausgerüstet mit einem Fotoapparat, durch die Schule gegangen, um alles abzulichten, was aus Plastik besteht. "Das war für sie ein Aha-Erlebnis", sagt Kreuzberger.

Die ganze Schule wurde miteinbezogen

Aber nicht nur die 1B widmete sich dem Thema, sie zog es so groß auf, dass die ganze Schule für eine Woche nicht daran vorbeikonnte - wortwörtlich: "Wir sind gemeinsam mit einigen Siebtklasslern durch alle Klassen gegangen, haben Tipps zur Plastikvermeidung gegeben und Alternativen präsentiert, wie zum Beispiel Sackerl aus Maisstärke", erklären die Klassensprecherinnen Antonia Greisberger und Magdalena Golser.

Zudem hat die Klasse Plakate und Flyer zum Thema gestaltet und das Atrium zum Projektraum gemacht: Zwei 500-Liter-Müllcontainer sowie eine acht mal vier Meter große Plane, in die sämtliche Schüler ihren Plastikmüll werfen sollten, sollten vergangene Woche sichtbar machen, wie viel Plastikmüll eigentlich in wenigen Tagen zusammenkommt. Zirka vier 500-Liter-Container füllen sich in der Schule mit rund 700 Schülern und 100 Lehrern in einer normalen Woche mit Plastikmüll.

"Wir sind keine totalen Plastikverweigerer"

"Sehr viel an dem Projekt ist durch Eigeninitiative der Schüler entstanden", lobt Initiator Josef Kreuzberger. "Wir sind keine totalen Plastikverweigerer, aber wir möchten Alternativen aufzeigen. Viele Lehrer und Eltern haben mich schon auf die Initiative angesprochen, dass sie das toll finden."

Aufgerufen am 24.11.2020 um 04:01 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/preiswuerdiges-projekt-am-halleiner-gymnasium-61567621

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