Chronik

Prozess um Bluttat im Lehener Park: "Es war Notwehr"

Im Prozess ist am Dienstag der 16-jährige Hauptbeschuldigte einvernommen worden.

Prozess um Bluttat im Lehener Park: "Es war Notwehr" SN/robert ratzer
Die Messerstecherei geschah im September des Vorjahres.

Der Afghane, dem Mord an einem 50-jährigen Türken angelastet wird, beteuerte, er habe aus Notwehr gehandelt und dem Mann auch nur einen Messerstich versetzt.

Er habe Angst bekommen, weil ihn der Türke angreifen habe wollen, erklärte der Angeklagte. Zu seiner Verteidigung habe er mit dem Messer herumgefuchtelt, dabei habe er den Mann unbeabsichtigt am Rücken getroffen, rechtfertigte sich der Teenager. Laut Anklage soll der Bursch die Tötung des 50-Jährigen allerdings in Kauf genommen haben.

Angeklagter: "Ich war das nicht"

Die vorsitzende Richterin des erweiterten Schöffensenates am Landesgericht Salzburg, Bettina Maxones-Kurkowski, gab zu bedenken, dass das Opfer aufgrund des Stiches in den Rücken gestorben sei. Auf ihre Frage, woher die Stich- und Schnittverletzungen im Brustbereich des Opfers rührten, antwortet der Beschuldigte: "Ich war das nicht."

Zur Vorgeschichte: An jenem 22. September war es im Lehener Park zwischen zwei rivalisierenden Gruppen - eine stammte aus Afghanistan, die andere aus der Türkei - zu einem heftigen Streit gekommen. Im Zuge der Schlägerei soll der 16-jähriger Afghane den 50-jährigen Türken erstochen haben.

Der Prozess startete im Mai gegen insgesamt zwölf Männer zwischen 16 und 37 Jahren. Vier Männer, die zur türkischen Gruppe gehörten, wurden am 23. Juni wegen Raufhandels zu bedingten Strafen zwischen sechs und drei Monaten nicht rechtskräftig verurteilt. Der Prozess wird am kommenden Donnerstag fortgesetzt.

Quelle: APA

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