Chronik

Psychisch kranker Neffe stach im Flachgau auf Onkel ein: Staatsanwaltschaft beantragte Einweisung in Anstalt

32-Jähriger, der seinem 63-jährigen Onkel wuchtige Messerstiche versetzt haben soll, war zur Tatzeit nicht zurechnungsfähig.

Symbolbild.  SN/apa
Symbolbild.

Am Abend des 4. Dezember 2020 war es in einem Zweifamilienhaus im Flachgau zu einer aufsehenerregenden Bluttat gekommen. Den Ermittlungen zufolge war ein 32-Jähriger damals vom ersten Stock mit einem Hammer und einem Klappmesser bewaffnet ins Erdgeschoß zur Wohnung seines Onkels hinuntergegangen. Als der 63-Jährige die Tür öffnete, soll der Neffe unvermittelt mit dem 22 Zentimeter langen Messer mehrmals wuchtig auf den Onkel eingestochen haben. Der schwer Verletzte musste im Spital operiert werden.

Dreieinhalb Monate nach der Tat hat die Salzburger Staatsanwaltschaft (StA) nun beim Landesgericht einen Antrag auf Einweisung des 32-Jährigen in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher eingebracht. Wie Elena Haslinger, die Sprecherin der Staatsanwaltschaft, am Montag auf SN-Anfrage mitteilte, leidet der junge Mann an einer schweren psychischen Verhaltensstörung und war zur Tatzeit nicht zurechnungsfähig.

Wäre er damals zurechnungsfähig bzw. schuldfähig gewesen, dann wäre ihm die Tat als versuchter Mord zuzurechnen, so die StA-Sprecherin. Der 32-Jährige ist seit der Tat stationär in der Psychiatrie angehalten und wird dort behandelt. Er wird von der Salzburger Rechtsanwaltskanzlei Andreas Schöppl/Klaus Waha verteidigt.

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