Chronik

Radfahrerin getötet: Familie appelliert an Unfalllenker

Eine 53-jährige Radfahrerin aus Köstendorf starb bei einem Verkehrsunfall in Zell am Moos. Sie wurde von einem Pkw gerammt, der Lenker fuhr weiter. Die Angehörigen wollen Frieden finden.

Das Unglück geschah, wie berichtet, am 31. Oktober, einem Montagnachmittag gegen 15 Uhr, auf der Mondseestraße B154 in Höhe Zell am Moos.

Die 53-jährige Hannelore F. und ihr Ehemann Albert waren mit ihren Fahrrädern in Richtung Straßwalchen unterwegs, als ein weißer Kleinwagen aus der Gegenrichtung überholte und die Frau erfasst.

Die 53-jährige Köstendorferin starb noch an der Unfallstelle. Doch beide Autofahrer, sowohl der überholte wie auch der Überholer, fuhren weiter, ohne sich um das Unfallopfer zu kümmern.

Bislang konnte die Polizei trotz intensiver Nachforschungen in Autowerkstätten keine Hinweise auf den Unfalllenker erhalten. Die Auswertung der gesicherten Abriebspuren auf dem Fahrrad und Helm der Frau in der Kriminaltechnik des Bundeskriminalamtes ist derzeit noch im Gange.

"Die Familie ist ohne Hass, aber in tiefer Trauer ob des tragischen Verlustes der geliebten Mutter und Ehefrau. Die Familie appelliert eindringlich an die beiden Fahrzeuglenker - an den Fahrer des überholenden, weißen Autos und an den Fahrer des überholten, braunen Autos - sich den Behörden zu stellen.

Dies wäre für die Familie sehr wichtig, um den Unfall besser verarbeiten zu können und wieder Frieden zu finden", so Ehemann Albert.

Die Familie sei davon überzeugt, dass dieses Ereignis nicht mit Absicht herbeigeführt wurde und es sich um einen Unfall handle, der jedem passieren könne, und dass der Fahrer auf Grund von Überforderung nicht richtig reagiert habe.

Die Familie sei auch davon überzeugt, dass der Fahrzeuglenker selbst sehr unter den Folgen dieses Unfalls leide und es helfe, wenn dieser sich seiner Verantwortung stelle und sich bei der Polizei melde.

Fahrerflüchtiger: Es war ein Blackout

Getan hat dies bereits ein 55-jähriger Flachgauer im jüngsten Fall von Fahrerflucht: Der Lenker eines dunklen Pkw kollidierte am Dienstagabend auf dem Verzögerungsstreifen der Tauernautobahn bei Salzburg-Süd mit dem Auto einer 34-jährigen Frau, die mit ihrer zweijährigen Tochter unterwegs war.

Der Wagen der Frau kam ins Schleudern, überschlug sich und blieb auf der linken Seite liegen. Der Unfalllenker hielt kurz an, gab wieder Gas und fuhr davon. Die 34-jährige, geschockte Frau wurde leicht verletzt. Das Kind konnte unversehrt aus dem Wagen befreit werden.

Zwei Stunden später meldete sich der fahrerflüchtige Lenker, ein 55-jähriger Flachgauer, bei der Polizei in Anif: Er sei auf Grund eines Blackouts weitergefahren, so seine Rechtfertigung.

Aufgerufen am 23.10.2020 um 03:26 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/radfahrerin-aus-koestendorf-in-zell-am-moos-getoetet-familie-appelliert-an-unfalllenker-608848

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