Chronik

Radfahrerin in Salzburg von Lkw erfasst und getötet: Haftstrafe für Lenker

Wegen grob fahrlässiger Tötung ist am Donnerstagnachmittag am Salzburger Landesgericht ein 36-jähriger Lkw-Fahrer zu zwölf Monaten teilbedingter Haft, vier Monate davon unbedingt, verurteilt worden.

Symbolbild.  SN/APA/BARBARA GINDL
Symbolbild.

Obwohl alkoholisiert, ein späterer Alkotest ergab einen Wert von 1,18 Promille, war der Angeklagte, ein Türke, am Nachmittag des 14. April dieses Jahres in der Stadt Salzburg mit seinem Sattelschlepper unterwegs. Im Kreuzungsbereich Ziegeleistraße/Landstraße in Itzling bog der Lkw-Fahrer mit seinem Schwerfahrzeug nach links in die Ziegeleistraße ein - ebenso wie eine 77-jährige Radfahrerin, die mit ihrem Rad links beim Sattelschlepper vorbeifuhr. Dabei wurde die Radlerin vom Sattelschlepper erfasst, sie stürzte und geriet unter die Hinterräder. Tags darauf erlag die Frau im Spital ihren schweren inneren Verletzungen, die sie bei dem Unfall erlitt.

Im Prozess habe der angeklagte, bisher unbescholtene Lkw-Fahrer Verantwortung für die Tragödie übernommen, wie Landesgerichtssprecher Peter Egger auf SN-Anfrage sagte. Im Vorverfahren hatte der Türke angegeben, er habe am Tag vor dem Unfall "einige Whisky" getrunken. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig: Der 36-Jährige war im Prozess nicht anwaltlich vertreten und könnte noch Rechtsmittel gegen das Urteil anmelden.

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