Chronik

Raffinierter Betrüger entlockte betagten Damen wertvollen Schmuck und Geld

Polizei forschte 41-jährigen Deutschen als dringend tatverdächtig aus - sein derzeitiger Aufenthaltsort ist allerdings unbekannt. Er soll eine 79-jährige Pongauerin und eine 93-jährige Tirolerin geschädigt haben. Der Deutsche entlockte etwa der Pongauerin Familienschmuck unter dem Vorwand, ihn mit Gewinn zu verkaufen. Er überließ der Dame als Garantie dafür Goldbarren, die sich letztlich als Fälschungen herausstellten.

Symbolbild.  SN/ www.bilderbox.com
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Seit Anfang 2017 erschlich sich der 41-jährige Deutsche laut Presseaussendung der Salzburger Polizei das Vertrauen der beiden betagten Damen in Tirol und Salzburg. Der Mann inserierte demnach in Zeitungen, er würde Pelze, Antikes, Schmuck und vieles mehr ankaufen. In zwei - der Polizei bekannten - Fällen gelang es dem nunmehr ausgeforschten Deutschen, den Opfern wertvollen Schmuck herauszulocken.

Betrugsfall 1: Der 79-jährigen Pongauerin entlockte er Familienschmuck im Wert von rund 25.000 Euro unter dem Vorwand, die Preziosen gewinnbringend zu verkaufen. Als Garantie überließ er der Frau 25 Stück kleiner "Ein-Unzen-Goldbarren". Der Beschuldigte gaukelte vor, diese hätten einen hohen Wert. Nachdem die Pensionistin bis Anfang Jänner 2018 keine Gegenleistung erhielt, tauschte sie 14 Goldbarren bei ihrer Hausbank ein und erhielt eine Gutschrift auf ihr Konto. Anfang März 2018 suchte die 79-Jährige erneut ihre Bank auf, um die restlichen elf Barren einzutauschen. Diesmal wurden die Goldbarren nicht zur Schmelze gebracht, sondern über eine bankinterne Plattform in die Schweiz verkauft. Bei der Prüfung in der Schweiz stellte die Empfängerbank fest, dass es sich bei den Barren um Fälschungen handelt. Die Bank in der Schweiz erstattete Anzeige.

Wie die Salzburger Polizeisprecherin Valerie Bachler den SN sagte, habe die Analyse der Barren ergeben, dass es sich dabei um eine "Metallmischung mit Anteilen von Kupfer, Nickel, Zink, Gold und Silber" gehandelt habe. Die "Golddichte" der gegenständlichen Barren sei von jener, die echte Goldbarren enthielten, deutlich abgewichen.

Betrugsfall 2: In Tirol entlockte der Deutsche demnach einer 93-jährigen Dame rund 15.000 Euro; und zwar mit dem Versprechen, für die Seniorin einen Brillantring anzukaufen.

Durch die gute Zusammenarbeit der Polizisten aus St. Johann im Pongau und Tirol gelang es, den 41-Jährigen mit diesen beiden Straftaten in Verbindung zu bringen.

Der Aufenthaltsort des Deutschen ist bis dato unbekannt. Bemerkenswert weiters:

Das Ermittlungsverfahren gegen den mutmaßlichen Betrüger wurde inzwischen von der heimischen Staatsanwaltschaft an die deutschen Strafverfolgungsbehörden abgetreten. Grund: Gegen den 41-jährigen Deutschen ist in seiner Heimat bereits ein Ermittlungsverfahren wegen gleichgelagerter Betrugsdelikte anhängig. Nach dem Mann aus Nordrhein-Westfalen, zu dem sämtliche persönliche Daten bekannt sind, wurd zuletzt schon längere Zeit gefahndet - ob er inzwischen gefasst wurde, ist nicht bekannt.

Quelle: SN

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