Chronik

Raiffeisenbanken Kuchl und St. Koloman wollen fusionieren

Der angestrebte Zusammenschluss soll Vorteile für beide Bankstandorte bringen.

Die Geschäftsleiter Helmut Winterauer, Johannes Struber und Bernhard Pichler (v. l.) treiben die Fusionspläne voran.  SN/sw/Strübler
Die Geschäftsleiter Helmut Winterauer, Johannes Struber und Bernhard Pichler (v. l.) treiben die Fusionspläne voran. 

Noch braucht es die Zustimmung der beiden Generalversammlungen. Angesichts geänderter Vorzeichen auf dem Bankensektor - Stichwort Digitalisierung - wäre alles andere als grünes Licht der Eigentümer für die Fusion der Raiffeisenbanken Kuchl und St. Koloman aber eine Überraschung. "Wir wollen die Meinung der Eigentümer nicht vorwegnehmen, spüren aber positive Stimmung bei den Mitgliedern beider Genossenschaften", sagt Helmut Winterauer, Geschäftsleiter in Kuchl. Den Zusammenschluss sieht er als "Chance, als Bank größer zu werden und uns da und dort in der Kundenberatung zu spezialisieren".

Für die Kunden soll sich nur wenig ändern. Die Filiale in St. Koloman bleibt erhalten, die Öffnungszeiten sollen vorerst gleich bleiben. Allerdings wird es nach der Fusion nur mehr eine statt zwei Bankleitzahlen geben. "Kunden mit der Bankleitzahl 35029 behalten ihre Kontodaten, alle anderen bekommen automatisch eine neue Bankomatkarte zugesandt", sagt Bernhard Pichler, Geschäftsleiter in Kuchl.

In St. Koloman wurde bereits eine Informationsveranstaltung durchgeführt. "Es sind natürlich Bedenken der Kunden und Mitglieder da gewesen. Wir wollten vermitteln, was der Sinn des Zusammenschlusses ist", sagt Johannes Struber, Geschäftsleiter in St. Koloman.

Die Vorteile für die dann als eingetragene Genossenschaft firmierende Bank liegen in erster Linie in der Zusammenlegung der Marktfolgetätigkeiten wie Vertragsausfertigungen, Buchhaltung und Problemkundenbetreuung. "Wir wollen nicht wie andere Banken Filialen schließen, sondern Synergien nutzen", sagt Winterauer.

Die Generalversammlung in St. Koloman findet am 2. Juni statt, am 7. Juni folgt Kuchl. Die Kontenumstellung und Zustellung der neuen Bankomatkarten ist für Oktober geplant. Gesellschaftsrechtlich wäre die Fusion rückwirkend mit 1. 1. gültig.

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