Chronik

Ramingstein: Zwei Großprojekte entscheiden über Ortsentwicklung

Einige Anläufe hat das Projekt "WIR" - Wohnen in Ramingstein - hinter sich. Ein neues Projekt-Team feilt jetzt an der Realisierung. Im Gespräch ist auch der Neubau einer Feuerwehrzeugstätte.

Mit Spannung wurde die letzte Gemeindevertretungssitzung in Ramingstein erwartet. Zweiter Tagesordnungspunkt war die Präsentation des adaptierten Projekts "WIR". Mit Markus Schaflechner (Biosphäre), Franz Bäckenberger (Hilfswerk) und Baumeister Wolfgang Lackner von der Firma Bauvorsprung hat sich ein neues Projektteam gefunden. Markus Schaflechner: "Durch unsere Veranstaltungsreihe ,Gut versorgt in der Region' ist die Idee dazu entstanden. Der Bedarf an Pflege wird steigen. Wir sehen für das Projekt großes Potenzial mit neuer Ausrichtung. Es soll ein Haus entstehen, in dem sich jeder von 0 bis 120 in der Gemeinde wiederfindet."

Das Projekt wurde inoffiziell aufbereitet und der Gemeindevertretung präsentiert. "Ramingstein kämpft mit dem Thema Geburtenrückgang. Nach Mauterndorf ist Ramingstein die nächstgelegene Gemeinde mit dem höchsten Altersschnitt."

Franz Bäckenberger verwies auf die Entwicklung des Hilfswerks im Lungau: "Vor zehn Jahren hatten wir 38 Mitarbeiter. Heute sind es 130. Unser Kernbereich ist die Altenbetreuung." Im neuen Plan befindet sich der örtliche Nahversorger in der untersten Ebene. Darüber soll eine Hausgemeinschaft mit 24 Betten, ähnlich dem Modell in Mauterndorf, entstehen. Wolfgang Lackner: "Man spricht von der fünften Generation von Seniorenwohnhäusern. Darin befinden sich Aufenthalts- und Kochbereich. Im Stock darüber können Startwohnungen für junge Menschen entstehen." Vor allem die zentrale Lage mit kurzen Wegen spreche für das Projekt. Unmittelbar daneben liegen Gemeinde, Café, Arzt, Gasthaus, Kindergarten, Volksschule, Bahn oder Burg.

Bürgermeister Peter Rotschopf (ÖVP): "Das Projekt hat viele Stärken mit wechselnden Erfolgen erreicht. Man muss das Positive mitnehmen und einen neuen Zugang suchen." Vizebürgermeister Bernhard Kendlbacher (SPÖ) sieht die Lage ähnlich: "Es wären 15 neue Arbeitsplätze. Für dieses Projektteam sind wir sehr dankbar. Ich bin zuversichtlich, dass wir das Projekt jetzt realisieren können." Aktuell gibt es Termine für Fördermöglichkeiten. In der öffentlichen Gemeindevertretungssitzung waren auch einige Kameraden der freiwilligen Feuerwehr unter den Besuchern.

Ein Brief von Ortsfeuerwehrkommandant Gerhard Purgstaller zeigte die Situation des bestehenden Feuerwehrstützpunktes auf. Aus dem Inhalt: "1982 wurde der Stützpunkt unterhalb der Raiffeisenbank erbaut. Die Räumlichkeiten entsprachen den Erfordernissen. Sanierungen wurden nur im geringen Maß durchgeführt. Heute gibt es grobe Mängel durch Feuchtigkeit und Schimmelbefall. Sanitärbereich und Umkleide entsprechen nicht mehr den Anforderungen. Wir stellen ein Ansuchen auf Neubau des Feuerwehrgebäudes."

Bgm. Peter Rotschopf: "Es gab bereits eine Begehung. Es ist notwendig und höchst an der Zeit zu handeln. Für einen Beginn braucht es ein Konzept."

50 Kameraden zählt die freiwillige Feuerwehr in Ramingstein. Rund 15 Einsätze sind im großen Einsatzgebiet inklusive Bundesstraße jährlich zu bewerkstelligen. Zukunftsorientiert will man in Ramingstein künftig Frauen und eine Feuerwehrjugend installieren.

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