Chronik

Red Bull Salzburg - Borussia Dortmund: 30.000 Fans pilgern zum Spiel des Jahres

Am Donnerstag muss in Salzburg rund um das Fußballspiel Red Bull Salzburg gegen Dortmund mit erheblichen Staus gerechnet werden.

Kein Honiglecken. . . . (Karikatur: Thomas Wizany) SN/sn
Kein Honiglecken. . . . (Karikatur: Thomas Wizany)

Der Fußballclub Red Bull Salzburg darf am Donnerstag auf ein historisches Weiterkommen in der Fußball-Europa-League hoffen. Nach einem Auswärtserfolg mit 2:1 werden knapp 30.000 Zuschauer im ausverkauften Stadion in Wals das Rückspiel gegen Borussia Dortmund verfolgen. Die UEFA hat das Spiel als Risikospiel eingestuft. Für die Exekutive eine besondere Herausforderung.

"Wir gehen davon aus, dass keine gewaltbereiten Fans aus Dortmund nach Salzburg kommen werden, weil die sogenannten Ultras Red Bull als solches ablehnen", sagte Polizeisprecher Michael Rausch.

Am Dienstagabend habe es eine Einsatzbesprechung auch mit szenekundigen Polizisten gegeben, die mit Kollegen in Dortmund in Verbindung stünden. Drei von den deutschen Kollegen werden rund um den Fußballschlager in Salzburg im Einsatz sein. Zum Spiel werden 1500 Dortmund-Fans erwartet.

Die Einsatzstärke der Salzburger Polizei will Michael Rausch nicht nennen. "Wir stellen Einsatzzüge mit Beamten, die auch aus anderen Bundesländern angefordert wurden. Zusätzlich wird der Polizeihubschrauber mit Nachtsichtkamera im Einsatz sein. Und es wird verschiedene Einsatzabschnitte geben. Vor allem die Verkehrssituation werden wir im Auge behalten."

Mehr als 700 Polizisten im Einsatz

Der Personalaufwand der Exekutive bei sportlichen Großereignissen in Salzburg war in jüngster Zeit durchaus beachtlich. Im jüngsten Rechnungshofbericht sind etwa die Europa-League-Spiele gegen Basel und Schalke 04 gesondert aufgelistet. Beim Basel-Spiel am 20. März 2014 setzte die Polizei 763 Exekutivbedienstete ein, rund um das Schalke-Match am 8. Dezember 2016 waren es 775.

Die Kosten: 352.844 Euro betrafen das Basel-Spiel, 418.878 Euro kostete der Polizeieinsatz wegen Schalke. Für beide Spiele liefen jeweils deutlich mehr als 10.000 Einsatzstunden an.

Volle Parkplätze, Staus, Öffis in Sonderschichten

Die rund 2000 Parkplätze beim Stadion werden wahrscheinlich schon zwei Stunden vor Spielbeginn voll sein. Beim Ausstellungszentrum gebe es 3000 Parkplätze, rund um das Airportcenter und den Europark könnte es in den Abendstunden zu erheblichen Staus kommen. Daher der Appell an Besucher, öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen.

Die Salzburg AG weist darauf hin, dass auch nach dem Spiel ein problemloses Nachhausekommen möglich ist. Mit der Linie 1 gehe es vom Stadion zurück in die Salzburger Innenstadt. Von dort fahren die Obuslinien 1, 3, 4, 5, 6, 7 und 10 ab den Haltestellen Rathaus, Hanusch-Platz, Makartplatz und Theatergasse jeweils um 23.15 Uhr, 23.45 Uhr, 0.15 Uhr und um 0.45 Uhr sowie die Buslinie 25 um 23.45 Uhr und um 0.45 Uhr und die Buslinie 28 um 23.15 Uhr und um 0.15 Uhr ab.

Die Eintrittskarten zum Spiel FC Red Bull Salzburg gegen Borussia Dortmund gelten ab sechs Stunden vor Spielbeginn bis zum Betriebsende auf sämtlichen Obus-, Bus- und Bahnlinien als Verbundfahrkarte im Verbundraum (Bundesland Salzburg inkl. Korridorverkehr Linie 260 sowie die gesamte Strecke der Salzburger Lokalbahn bis Ostermiething) und auf der S-Bahn-Strecke bis Bahnhof Freilassing.

Ein Fan-Marsch durch die Innenstadt ist offiziell nicht angemeldet. Dennoch bieten einige Wirte am Rudolfskai den Dortmund-Fans vergünstigte Getränke an. "Möglich, dass sich dann einzelne größere Gruppen zu Fuß zum Stadion aufmachen", so Polizeisprecher Rausch.

Stephan Reiter, kaufmännischer Geschäftsführer beim FC Red Bull Salzburg im SN-Gespräch:

Wie groß ist die logistische Herausforderung?
Reiter: Bei 29.520 verkauften Karten eine große. Wir haben das Personal im Vergleich zu normalen Spieltagen verdoppelt, rund 1000 Mitarbeiter werden in und rund um das Stadion aktiv sein.

Gibt es Public Viewing?
Nein. Puls 4 überträgt das Match im Free-TV. Ich traue mir zu sagen, dass es rund eine Million Zuseher geben wird.

Hat sich rund um die begehrten Tickets ein Schwarzmarkt entwickelt?
Wir sperren rigoros alle Tickets, wenn wir die Codes auf den abfotografierten Tickets im Internet sehen. Ein Weiterverkauf ist verboten.

Ihr Tipp für das Spiel?
Ein 2:2 in einem leidenschaftlich geführten Spiel.

Aufgerufen am 19.08.2018 um 04:31 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/red-bull-salzburg-borussia-dortmund-30-000-fans-pilgern-zum-spiel-des-jahres-25398973

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