Chronik

Reisewelle rollt auf Salzburg zu: "Sind für Ansturm gerüstet"

Heute, Samstag, rollt auf Salzburg eine gigantische Reisewelle zu. Nicht nur auf den Autobahnen, auch am Salzburger Flughafen kann es sich stauen. Man sei gut vorbereitet, heißt es am Airport.

Die Semesterferien für Wien, Niederösterreich und Vorarlberg enden, die für Salzburg, Kärnten und Tirol beginnen. Parallel starten auch Bayern und Tschechien in die Ferien. Auf den Transitstrecken der West- und Tauernautobahn in Salzburg wird eine enorme Reisewelle inklusive Staus erwartet.

Ähnlich die Situation am Samstag auch am Salzburger Flughafen: "Mit 105 Landungen und 103 Abflügen haben wir den stärksten Tag im Jahr", bestätigte Airport-Sprecher Alexander Klaus. Mehr als die Hälfte der Charterflugzeuge komme aus Großbritannien, viele auch aus dem skandinavischen Raum und aus den baltischen Ländern, eine Chartermaschine komme von Tel Aviv. In Summe werden an diesem Tag rund 30.000 Gäste am Flughafen erwartet, die abgefertigt werden müssten.

Für die rund 350 Mitarbeiter am Flughafen eine logistische Herausforderung: "Wir müssen auch alle möglichen Faktoren, wie Wetter und Verkehrslage, berücksichtigen. Gibt es rund um Salzburg einen Verkehrsstau, sodass Busse nicht rechtzeitig zum Flughafen kommen, bleiben die Flieger stehen. Wir haben aber nur 16 Stellplätze. Wenn es eng wird, muss rasch reagiert werden", so Klaus. Im Ernstfall müssten anfliegende Flugzeuge ins "Holding" geschickt werden, müssten also Warteschleifen fliegen. Zusätzlich stehen Notfallsanitäter am Boden bereit, sollte es angesichts der Passagierströme zu Notfällen kommen.

Die Koordinierung der vielen Flugzeuge liegt bei der Austro Control, den Fluglotsen am Flughafenturm. Stationsleiter Walter Hager: "Auch wir sind vorbereitet. Die personelle Besetzung von üblicherweise vier Leuten wird an diesem Wochenende auf sechs erhöht. Diese beiden Kollegen sind hauptsächlich mit den Flugplänen beschäftigt. Meist kommen die Flieger in Wellen auf Salzburg zu, da kann es schon sein, dass es in Spitzenzeiten alle zwei, drei Minuten einen Start und eine Landung gibt."

Die größte Herausforderung für die Fluglotsen sei jedoch das Wetter. "Wenn es schneien sollte, sind Räumfahrzeuge auf der Piste unterwegs. Auch das gehört koordiniert. Wenn dann noch ein Flugzeug enteist werden muss, kann dieses anschließend nicht warten und muss starten", erklärte Walter Hager.

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