Chronik

Rekordsaison für Festspiele Golling

Heute, Donnerstag, enden die heurigen Kunst & Kulinarik-Festspiele Burg Golling. Standen sie im Frühjahr noch coronabedingt vor der Absage, verzeichnete das Team um Hermann Döllerer letztlich eine Rekordsaison - auch aufgrund ihrer spontanen Corona-Maßnahmen.

Dass es keine "normalen" Festspiele würden, das war allen Beteiligten klar. "Wir mussten ja im Mai noch einmal alles umplanen", erklärt Organisator Hermann Döllerer. Dank einiger schlauer Maßnahmen wurde es aber statt einer "Corona-Not-Saison" ein Rekordjahr: "Wir hatten ca. zehn Prozent mehr Besucher als in unserem bisher besten Jahr. Wir hatten zwar auch mit 19 Veranstaltungen so viele wie noch nie, aber auch der Schnitt von ca. 200 Besuchern war ein Rekord."

So oft wie möglich im Freien spielen

Dafür waren zwei Faktoren entscheidend: Noch mehr als sonst forcierte das Festspiel-Team Aufführungen im Burghof statt im Saal, selbst bei Schlechtwetter - kein Problem dank zweier neuer Dachsegel, die die Bühne und einen Großteil des Zuschauerraums abdeckten. "So ein schlechtes Wetter wie heuer hatten wir schon lang nicht mehr, wir hätten normalerweise sechs, sieben Mal in den Saal gehen müssen. Aber es hat sich gezeigt, dass wir auch bei strömendem Regen draußen spielen können, und die Qualität trotzdem passt."

Künstler spielten zwei Vorstellungen an einem Abend

Der zweite große Pluspunkt waren die Künstler selbst: Einerseits war die Dichte an künstlerischer Qualität extrem hoch, von Opernstar Asmik Grigorian bis zu große Schauspiel-Namen wie Peter Lohmeyer und Nicholas Ofczarek. Und zweitens ergab sich der hohe Besucherzahlschnitt dadurch, dass Erwin Steinhauer, Fritz Karl und das Classic Italian Swing Quartett, deren Auftritte schon im März völlig ausgebucht waren, zwei Mal am selben Abend auftraten.

Vielleicht ein Konzept für die Zukunft?

Erfolgsfaktoren, die laut Organisator Hermann Döllerer nicht auf die Corona-Zeit beschränkt bleiben müssen: "Wir nehmen auf jeden Fall mit, dass wir künftig nur noch sehr selten im Saal spielen werden. Und wir werden das auch mit den Künstlern besprechen, dass wir Programme eventuell zwei Mal spielen."

Aufgerufen am 02.12.2020 um 07:57 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/rekordsaison-fuer-festspiele-golling-91989763

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