Chronik

Retter sind täglich gefordert, um entkräftete Wanderer zu bergen

Von Mai bis Ende Juli sind rund 200 Menschen in den Salzburger Bergen in Not geraten. "Wir haben insgesamt 98 Personen unverletzt bergen können, 90 waren verletzt und leider acht tot", sagte der Landesleiter der Salzburger Bergrettung.

 SN/brk bgl

Zwei deutsche Wanderer im Alter von 33 und 39 Jahren konnten am Sonntag gegen 23 Uhr von der Bergrettung Golling geborgen werden. Die beiden Deutschen hatten geplant, den hohen Göll zu besteigen, sich aber im Bluntautal im Bereich Bärenstuhl verstiegen. Gegen 20 Uhr riefen sie die Bergrettung zu Hilfe. Kurz vor Einbruch der Dunkelheit wurden sie vom Polizeihubschrauber "Libelle" in einem steilen abschüssigen Gelände geortet. Von dort wurden sie von den Bergrettern unverletzt ins Tal gebracht.

Zur selben Zeit lief im Watzmannmassiv eine ähnliche Rettungsaktion: Dort musste ein 42-jähriger erschöpfter Bergsteiger per Rettungstau von der Watzmann-Mittelspitze ausgeflogen werden. Der Mann hatte sich mehrfach verstiegen, ehe ihn die Kräfte verließen und er gegen 18.25 Uhr einen Notruf absetzte.

Einsätze wie diese seien derzeit bereits an der Tagesordnung, sagte Balthasar Laireiter, Landesleiter der Salzburger Bergrettung. "Vielfach überschätzen Leute ihre Kondition und körperlichen Möglichkeiten, andererseits werden ausgewählte Wander- und Bergsteigerrouten unterschätzt. Manche gehen auch zu spät weg, geraten in die Mittagshitze und stranden dann in den Abendstunden irgendwo", so Laireiter. In den Aufzeichnungen der Salzburger Bergrettung lese es sich so: Von Mai bis Ende Juli sind rund 200 Menschen in den Bergen in Not geraten. "Wir haben insgesamt 98 Personen unverletzt bergen können, 90 waren verletzt und leider acht tot", sagte der Landesleiter.

Der Anteil von Urlaubern aus dem Ausland sei dabei auffallend hoch. So seien in einer Juliwoche von 33 geborgenen Personen 31 aus dem Ausland gewesen.

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