Chronik

Saalfelden: Bergsteiger brachen trotz drohender Gewitter zu Tour auf - Rettungseinsatz

Neun Bergretter haben in der Nacht auf Freitag im Steinernen Meer drei Münchner Alpinisten geborgen, die am Abend in einen Schlechtwettereinbruch geraten waren und auf dem hochalpinen, teils stark ausgesetzten Weg allein nicht mehr weitergekommen sind. Die Helfer brachten die Bayern nach mehrstündigem Marsch sicher zur nächsten Hütte.

Einsatz bei widrigsten Verhältnissen. SN/bergrettung saalfelden
Einsatz bei widrigsten Verhältnissen.

Die drei Männer waren trotz der labilen Wettersituation in der Früh zu einer langen Tour über die Peter-Wiechenthaler-Hütte und die Weißbachscharte, das Mitterhorn und das Breithorn zum Riemannhaus aufgebrochen.

Im Bereich des Mitterhorns (2491 Meter) wurden sie gegen 20 Uhr von einem Gewitter erwischt und setzten einen Notruf ab. Kurz vor Einbruch der Dunkelheit wurden noch einige Retter mit dem Polizeihubschrauber zum Riemannhaus geflogen, die anderen fuhren mit der Seilbahn auf. Von dem Schutzhaus brachen die Helfer dann zu den drei Münchnern auf, die sie um etwa 22.15 Uhr erreichten.

Zunächst bauten die Helfer ein Notbiwak auf und versorgten die Deutschen, ehe sie gemeinsam unter Seilversicherung über den ausgesetzten Grat und weiter zur Hütte abstiegen.

Während die Bayern dort ihr Nachtlager aufschlugen, stiegen die Bergretter noch in der Nacht ins Tal ab, "schließlich mussten wir am Morgen zur Arbeit", sagte Ortsstellen- und Einsatzleiter Markus Reichholf in einer Aussendung.

Die Bergrettung appellierte in diesem Zusammenhang einmal mehr an alle Bergwanderer und Bergsteiger, die Touren entsprechend dem eigenen Können zu planen und gute Ausrüstung mitzunehmen. "Gerade bei der derzeitig wechselnden Wettersituation ist auch das Einholen eines genauen Wetterberichts vor längeren Bergtouren unbedingt notwendig."

Quelle: APA

Aufgerufen am 05.08.2020 um 05:25 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/saalfelden-bergsteiger-brachen-trotz-drohender-gewitter-zu-tour-auf-rettungseinsatz-89699491

Kommentare

Schlagzeilen