Chronik

Salzburg: 13 Verletzte bei Feuer in Christian-Doppler-Klinik

Feuerwehr und Rotes Kreuz standen im Großeinsatz, nachdem in der Christian Doppler Klinik in Salzburg in einem Pflegezimmer ein Brand ausgebrochen war. Alle Patienten konnten in Sicherheit gebracht werden.

Der Brandmelder schlug exakt um 20.13 Uhr bei der Feuerwehr an: Feueralarm im Pflegeheim in der Christian Doppler Klinik in Salzburg. Wenig später war klar: Hier geht es um Menschenleben. Zu diesem Zeitpunkt kämpften bereits einige Pfleger um das Leben der dort bettlägerigen Patienten.

"Die Berufsfeuerwehr ist mit 24 Mann ausgerückt, zur Unterstützung ist auch die Freiwillige Feuerwehr Bruderhof alarmiert worden", schilderte der Salzburger Branddirektor Reinhold Ortler am Einsatzort den SN. Mit drei Atemschutztrupps sind die Helfer in die verrauchten Räume vorgedrungen und haben 13 Verletzte in Sicherheit bringen können.

Nach einer ersten Bestandsaufnahme war von insgesamt 13 verletzten Personen die Rede: Elf Patienten sowie zwei Pfleger des privat geführten Pflegeheims. Meist war Rauchgas die Ursache. Ein 57-jähriger Patient wurde schwer verletzt, er erlitt auch Brandwunden.

Nach ersten Erkenntnissen geriet ein elektrisches Behindertenmobil in Brand. Die Flammen breiteten sich unmittelbar in einem Raum des Pflegezentrums aus. Die Brandmeldeanlage schlug bei der Berufsfeuerwehr Salzburg sofort Alarm. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte stand das Patientenzimmer bereits in Vollbrand.

Werner Meissl, Einsatzleiter des Roten Kreuzes, das mit 30 Hilfskräften im Einsatz stand: "Wir haben zwölf Patienten ins LKH sowie zu den Barmherzigen Brüdern gebracht, ein Patient konnte wieder in häusliche Pflege entlassen werden."

Noch am Abend begann die Polizei mit ersten Ermittlungen. Das Feuer sei in einem Pflegezimmer ausgebrochen, dass nur von einem Patienten belegt war, so die erste Darstellung. Ob eine brennende Kerze oder eine andere Ursache Auslöser für den Brand waren, konnten die Ermittler am Dienstagabend noch nicht sagen. Das geborstene Fenster werde über Nacht abgedichtet, der Raum verschlossen und weitere Ermittlungen heute, Mittwoch von Experten des Salzburger Landeskriminalamtes fortgeführt.

In den Räumlichkeiten des Pflegezentrums entstand beträchtlicher Sachschaden. Die Schadenshöhe ist derzeit unbekannt. Am Einsatz waren 12 Fahrzeuge der Feuerwehr und 13 Fahrzeuge der Rettung, mit über 80 Einsatzkräften, beteiligt. Verletzt wurde von den Einsatzkräften niemand.

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