Chronik

Salzburg: Aus Eifersucht angekündigte Bluttat endete in Drama

Ein 40-jähriger Spitalsangestellter kündigte an, einen Arzt zu töten, ehe er im Parkhaus des Landeskrankenhauses Salzburg aus dem 4. Stock sprang.

Symbolbild.  SN/christian sprenger
Symbolbild.

Die Polizei ermittelt aktuell in einem tragischen wie ungewöhnlichen Kriminalfall gegen einen 40-jährigen Spitalsangestellten wegen versuchten Mordes. Laut Polizeiaussendung hatte der 40-Jährige am vergangenen Freitag, 26. November, einer Frau gegenüber angekündigt, einen Arzt des Salzburger Landeskrankenhauses "aus persönlichen Eifersuchtsgründen" umbringen zu wollen; anschließend, so sagte er weiters zur Frau, wolle er Selbstmord begehen.

Nachdem die Frau die Polizei alarmiert hatte, entdeckte eine Streife im Parkhaus des LKH das Auto und den darin befindlichen 40-Jährigen. Als der Mann die Polizisten wahrnahm, sprang er umgehend aus dem Auto und stürzte sich im 4. Stock des Parkhauses über die Brüstung des Geländers. Der Schwerverletzte wurde notärztlich versorgt.

Er hatte tatsächlich zwei Messer bei sich - diese wurden sichergestellt. In einem später von Polizisten gefundenen Schreiben hatte der 40-Jährige seine Mord- und Selbstmordabsichten ebenfalls erklärt. Laut Polizeipressestelle ist der Schwerverletzte derzeit nicht vernehmungsfähig. Die Staatsanwaltschaft Salzburg führt Ermittlungen gegen ihn wegen Verdachts des versuchten Mordes.

Hilfe in Krisensituationen

Wenn Sie selbst in einer Krisensituationen sind oder Angehörigen helfen möchten, gibt es eine Reihe von Anlaufstellen:

Die Telefonseelsorge erreichen Sie täglich von 0 bis 24 Uhr unter der Nummer 142.

Für Kinder und Jugendliche gibt es unter www.bittelebe.at eine spezielle Website. Rat auf Draht ist unter 147 telefonisch erreichbar.

Pro Mente Salzburg hilft Menschen und deren Angehörigen in akuten Not- und Krisensituationen täglich 0–24 Uhr.
Salzburg: 0662 / 43 33 51
Pongau: 06412 / 200 33
Pinzgau: 06542 / 72 600

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