Chronik

Salzburg: Corona-Cluster im Jungscharlager stabil

Ferienlager als Ausgangspunkt: Der jüngste Salzburger Corona"Cluster D" besteht derzeit stabil aus 16 Personen. Die Gesundheitsbehörden gehen davon aus, dass der Cluster "eingekapselt" sei.

Symbolbild.  SN/hetizia - stock.adobe.com
Symbolbild.

Am Sonntag, 6. September definierte die Gesundheitsbehörde der Stadt Salzburg einen neuen Cluster mit dem Namen "D". Dieser Cluster lässt sich auf ein Ferienlager der katholischen Jungschar Ende August bis Anfang September im Salzburger Pongau zurückführen. Wie die Behörden am Mittwoch vermeldeten, sei der Cluster gut eingegrenzt worden, die Infektionszahlen hielten sich stabil bei 16 Personen. Bereits den zweiten Tag in Folge gab es somit keine Neuinfektion, die diesem Kreis zuordenbar ist. "Die ein oder andere Infizierung, gerade im familiären Umfeld, schließen wir aber weiterhin nicht aus", ließ Bezirkshauptmann der Stadt Salzburg, Michael Haybäck, wissen. Der Cluster sei zum jetzigen Stand gut eingedämmt, allgemein würden die Infektionszahlen in Salzburg stabil auf niedrigem Niveau bleiben. Hinsichtlich des Schulstarts in der kommenden Woche appellieren die Behörden erneut, achtsam zu sein.


Jungschar-Cluster nahm im Pongau ihren Ursprung

Zunächst war von sieben positiven Infektionen im Cluster "D" die Rede, Sonntagmittag bereits von insgesamt 15 positiven Fällen, bis Montagabend waren es 16 - zum Großteil Kinder und Jugendliche im Alter um die 14 Jahre sowie auch Personen aus dem Betreuungspersonal. "Aktuell sind damit keine Tests mehr aus diesem Kreis offen", vermeldete ein Sprecher der Stadt Salzburg.

Am Lager im Pongau hatten seit vergangenem Sonntag 22 Jugendliche im Alter von rund 14 Jahren und neun Betreuer teilgenommen. Am Dienstag war ein Teilnehmer aus Bayern erkrankt, am Donnerstag stand schließlich fest, dass eine Covid-Infektion vorliegt. Das Lager wurde daraufhin sofort abgebrochen. Sieben positiv getestete Personen aus diesem Cluster kommen aus der Stadt Salzburg, vier aus dem Tennengau, drei aus dem Flachgau, dazu der neue Fall aus Oberösterreich und der Indexfall aus Bayern.

Die Infizierten befänden sich, ebenso wie jene Lagerteilnehmer, die negativ getestet worden seien, in häuslicher Quarantäne, teilte die Erzdiözese Salzburg mit. Weiter hieß es vonseiten der Erzdiözese: "Das Jungscharlager fand unter Einhaltung strenger Schutzmaßnahmen (z. B. Essensausgabe mit Handschuhen und Mundschutz) statt. Es kam zu keinen Kontakten außerhalb des Teilnehmerkreises, da sich die Gruppe allein in der Selbstversorger-Unterkunft befand."


16 weitere Personen im Umfeld seien schon per Bescheid abgesondert, um das Infektionsgeschehen möglichst rasch einzudämmen, hieß es weiter. Hintergrund: Cluster-Bildung und deren Verfolgung ist eine der vier Kriterien der Corona Ampel.

In der Stadt Salzburg sind mit Stand Sonntag, 6. September, 8:00 Uhr, insgesamt 61 hier wohnhafte Personen positiv getestet, 152 Personen sind als Kategorie-1-Kontakte per Bescheid abgesondert, 48 Personen als Kategorie 2-Kontakte behördlich verkehrsbeschränkt. SN/APA/BARBARA GINDL
In der Stadt Salzburg sind mit Stand Sonntag, 6. September, 8:00 Uhr, insgesamt 61 hier wohnhafte Personen positiv getestet, 152 Personen sind als Kategorie-1-Kontakte per Bescheid abgesondert, 48 Personen als Kategorie 2-Kontakte behördlich verkehrsbeschränkt.

Zahlen für das Land Salzburg

Stand: 6. September, 11.30 Uhr

  • Zahl der in Salzburg positiv getesteten Personen: 1720
  • 39 Todesfälle
  • Zahl der infizierten Personen: 137
  • Infizierte in den Bezirken (Stand 6. September, 11.30 Uhr): Stadt Salzburg 61, Flachgau 38, Pinzgau 19, Pongau 10, Tennengau 9 und Lungau 0.

 

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