Chronik

Salzburg: Herunterfallende Leinwand verletzte einen Lehrer

Aufregung gab es am Mittwochvormittag nach einem Vorfall an der Neuen Mittelschule 1 in Salzburg-Maxglan.

Die NMS Maxglan.  SN/magistrat salzburg
Die NMS Maxglan.

In dem Haus an der Pillweinstraße hat sich am Mittwoch kurz nach 9 Uhr eine Beamer-Leinwand gelöst und einen Lehrer leicht verletzt. Der Zwischenfall ereignete sich während des Unterrichts in einem Klassenzimmer, der Lehrer wollte die Leinwand herunterziehen.

Dabei dürfte aber nach ersten Erkenntnissen ein Plastikteil der Befestigungsvorrichtung gebrochen sein. Die Leinwand fiel auf einer Seite herunter und traf den Lehrer an der Schläfe, der dadurch kurz benommen war. Das Rote Kreuz brachte den Pädagogen in das Landeskrankenhaus. Er konnte am Nachmittag wieder in häusliche Pflege entlassen werden. Der Magistrat Salzburg bestätigte den Vorfall auf SN-Anfrage.

Erst vor kurzem gab es in der Stadt Aufregung um die Volksschule Gnigl. Dort hatten sich in einer - zu diesem Zeitpunkt unbenutzten - Klasse Verputzteile von der Decke gelöst. Das Gebäude wird seitdem nicht mehr benutzt, 300 Schüler sowie ihre Lehrer müssen das Ende des laufenden Schuljahres auf insgesamt fünf andere Schulen verteilt absolvieren.

200 Millionen Euro für Schulsanierung

Die Stadt Salzburg hat unterdessen angekündigt, infrastrukturelle Mängel in den 40 städtischen Pflichschulen beheben zu wollen. Bis 2023 werden rund 45 Millionen Euro investiert. In den nächsten 15 Jahren sollen es zwischen 150 und 200 Millionen Euro sein. Das sagt der zuständige Vizebürgermeister Bernhard Auinger (SPÖ). Neue Schulden will die Stadtpolitik aber weiterhin nicht machen. Daher werden Projekte zur Gänze gestrichen oder auf Jahre verschoben. Nichts wird es mit einem Sound-of-Music-Museum oder dem Neubau des Wirtschaftshofs. ÖVP-Stadtchef Harald Preuner: "Wenn uns die Decke schon runterfliegt, bitte ich um Verständnis."

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