Chronik

Salzburg: Jede zweite neue Coronainfektion ist bereits ein Omikron-Fall

Die erwartet rasche Ausbreitung der Omikron-Mutante bei Coronainfektionen im Land Salzburg bestätigt sich nun in den aktuellen Zahlen.

Symbolbild. SN/christian Sprenger
Symbolbild.

Die neue, hochansteckende Virusvariante breitet sich auch in Salzburg weiter aus. Laut dem Land Salzburg wurden hier bereits 835 Omikron-Fälle registriert. Der Großteil dieser Fälle sei in den vergangenen Tagen entdeckt worden, sagt Gernot Filipp, Leiter der Landesstatistik.

Zwischen 50 und 60 Prozent der Neuinfektionen sei mittlerweile auf die Omikron-Variante zurückzuführen, sagt Gernot Filipp. Man könne die Zahl deshalb nicht genau nennen, weil der Anteil immer erst mit Verzögerung im Epidemiologischen Meldesystem des Bundes eingespielt werde.

Im Pongau und Lungau bereits bis zu 80 Prozent Omikron

Die Verteilung der Fälle sei regional sehr unterschiedlich, sagt Filipp. So würden die Omikron-Fälle im Lungau und im Pongau bereits zwischen 70 und 80 Prozent der Neuinfektionen ausmachen. "Im Lungau hat es erst Cluster gegeben, die zu hohen Wachstumsraten geführt haben, das hat sich dann im Pongau fortgesetzt."

Wie sich die Zahlen weiter entwickeln, wird auch davon abhängen, wie sich die Variante im Zentralraum durchsetze, sagt Statistiker Gernot Filipp. "Das ist ein starker Eskalierungsfaktor." Klar sei aber bereits jetzt, dass man in Salzburg am Beginn eines stärkeren Wachstums stehe. "Es ist bereits abgesichert, dass die Fälle in den nächsten Tagen steigen werden."

2836 aktive Coronainfektionen

303 neue Coronainfektionen wurden in Salzburg am Montag registriert. Laut Landesstatistik betrug die Inzidenz 382,9, nach Tirol der zweithöchste Wert in Österreich. Zwei weitere Coronatote wurden gemeldet.

2836 aktive Coronafälle hat es mit Stand Montag, 10.10 Uhr, im Bundesland gegeben. Das geht aus den vom Land Salzburg veröffentlichten Zahlen hervor.

Die stärksten Zuwächse bei den Infektionen gab es wie schon zuletzt im Pongau (plus zehn Prozent auf 765) sowie im Lungau (+26%/188). Auffällig sind im Pongau nach wie vor die Wintersportgemeinden Flachau (124 Fälle) und St. Johann (120).

Flachau: Viele Tourismusmitarbeiter infiziert

Beispiel Flachau: Von den derzeit 124 aktiven Fällen sind 122 in den vergangenen sieben Tagen registriert worden. Und damit kletterte die Inzidenz für diesen Ort auf den Wert von 4172. Das liege auch daran, dass man ein sehr gutes Testsystem habe, sagt Bürgermeister Thomas Oberreiter (ÖVP): "Bei uns wird jeder Betrieb durchgetestet."

Es zeige sich auch, dass es sich beim Großteil der Infizierten um Mitarbeiter aus Tourismusbetrieben sowie Skilehrer handle. "In den Mitarbeiterquartieren haben wir Cluster." Die Personen hätten aber durchwegs milde Verläufe, sagt der Flachauer Bürgermeister.

Diese Zuwachsraten sind jedoch nicht nur auf Flachau beschränkt. Im benachbarten Altenmarkt gibt es etwa 69 Fälle. 68 davon sind in den vergangenen sieben Tagen hinzugekommen.

Fünf Gemeinden ohne Corona

Beispiele wie diese ziehen sich durch alle Bezirke des Landes. In lediglich fünf der 119 Gemeinden des Landes gab es am Montagvormittag keinen Coronafall - weder mit Delta noch mit Omikron: Lessach und Muhr (beide Lungau), Hollersbach (Pinzgau), Hüttschlag (Pongau) und Hintersee (Flachgau).

Aufgerufen am 26.05.2022 um 04:01 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/salzburg-jede-zweite-neue-coronainfektion-ist-bereits-ein-omikron-fall-114923380

Kommentare

Schlagzeilen