Chronik

Salzburg: Vorbestrafter 22-Jähriger ließ zwei Sittiche qualvoll verhungern

22-jähriger Syrer erhielt wegen Tierquälerei sowie wegen einer Veruntreuung ein Jahr teilbedingte Haft. Nicht rechtskräftig.

Symbolbild.  SN/Copyright by: FRANZ NEUMAYR Pres
Symbolbild.

Tierquälerei sowie auch die Veruntreuung eines Handys lastete Staatsanwältin Sabine Krünes am Freitag am landesgericht einem 22-jähriger Syrer an. Der zwei Mal vorbestrafte asylberechtigte junge Mann erschien jedoch nicht zum Prozess, weshalb Richter Albrecht Mandl die Verhandlung in Abwesenheit des Angeklagten durchführte.

Der Syrer, so die Anklage, soll zum einen im Mai 2017 beim Unzug aus seiner damaligen Wohnung in Puch in eine andere Unterkunft einfach zwei Nymphensittiche in deren sehr kleinem Käfig zurück gelassen haben. "Die beiden Vögel sind daraufhin langsam und qualvoll verhungert und verdurstet", so die Staatsanwältin. In einer Aussage im Vorverfahren hatte der 22-Jährige gemeint, er habe leider "vergessen", die Vögel zu füttern. Zum anderen wurde dem Syrer angelastet, sich von einer Betreuerin ein Handy geliehen und dieses der Frau trotz mehrmaliger Aufforderung nicht mehr zurückgegeben haben. Zuletzt schrieb er der Frau via facebook, dass er es "verloren" habe.

Der Richter verurteilte den wegen Diebstahls und Betrugs vorbestraften Angeklagten zu einem Jahr teilbedingter Haft (ein Monat davon unbedingt). Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Quelle: SN

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