Chronik

Salzburg: Wechsel an der Spitze von St. Virgil

Peter Braun hat das Haus und die Erwachsenenbildung in Österreich in den letzten 30 Jahren entscheidend geprägt. Er verabschiedet sich in die Pension. Mit April folgt ihm Jakob Reichenberger als neuer Direktor nach und wird die Zukunft von St. Virgil als Ort des Dialogs und der Innovation weiter gestalten.

Mit dem Abgang von Peter Braun als Direktor verlässt ein Gestalter der Erwachsenenbildung in Österreich die Bühne. Mit feinem Gespür für gesellschaftliche Trends verstand er es, Menschen für das zu stärken, was morgen aktuell sein wird. Dabei bezog er immer klar Position für eine lebensbejahende Kultur der Solidarität und gegen lebensfeindliche Mechanismen von Selektion und Leistungsgesellschaft. "Wir haben in den letzten Jahren ein Auseinanderdriften der Gesellschaft erlebt, eine rasante Beschleunigung des persönlichen Alltags und Lebenswege, die Brüche und Neuorientierung beinhalten. Im Dialog mit den Menschen identitätsstiftende Bildung anzubieten, um eine Kultur des Lebens zu fördern, ist und bleibt christlicher Kernauftrag des Hauses", sagt der scheidende Direktor.

Raum für den Dialog mit der Welt

Peter Braun engagierte sich als leidenschaftlicher Netzwerker für Berufsgruppen, die nah am Menschen arbeiten in Bereichen wie Pflege, Pädagogik, Kinderbetreuung, Sozialarbeit, Psychosoziale Gesundheit, Trauerarbeit und Seelsorge. In Kooperation mit Universitäten und Berufsverbänden entwickelte er in Kernthemen des Hauses auch wissenschaftliche Weiterbildung mit Fokus auf ethische Fragestellungen, beispielsweise zu Lebensanfang oder Lebensende.

Sein Nachfolger, Jakob Reichenberger, hat als Teil des Teams diese Entwicklung bereits wesentlich mitgeprägt. Aus der öffentlichen Ausschreibung des Direktorenpostens ging er klar als Erstgereihter hervor. Seine inhaltlichen Schwerpunkte haben zivilgesellschaftliches Engagement, zukunftsfähiges Wirtschaften, Ökologie, soziale Herausforderungen und die Rolle der Religion im gesellschaftspolitischen Kontext im Blick.

"Dialog ist die Grundhaltung von St. Virgil. Das bedeutet Heraustreten aus der Komfortzone der jeweils eigenen Community, um auf Augenhöhe Andersglaubenden, Andersdenkenden und anderen Kulturen zu begegnen. Echter Dialog meint eben auch Kontroverse und sich einlassen auf Veränderungsprozesse in einer komplexen Welt. Das war, ist, und wird auch in Zukunft die Aufgabe von St. Virgil sein", sagt der neue Direktor.

Bildung am Puls der Zeit

St. Virgil Salzburg steht in der Entwicklung der Erwachsenenbildung im deutschsprachigen Raum für Innovation und moderne Bildungsformate. Bildung ist immer dialogisch und braucht einen inspirierenden Ort. Dazu trägt auch die Atmosphäre des architektonisch spannenden Gebäudes bei, wo Austausch, Vernetzung und nachhaltige Kommunikation Raum finden.

"Wir eröffnen Experimentierräume und fördern Initiativen, in denen Neues entstehen kann. St. Virgil begleitet solche Prozesse und schafft dadurch Lernfelder für zukunftstaugliches Handeln. Bildung ist mehr als Vermittlung von Wissen. Sie fördert couragierte Haltungen und erweitert Handlungskompetenzen", sagt Jakob Reichenberger.

Quelle: SN

Aufgerufen am 19.11.2018 um 01:58 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/salzburg-wechsel-an-der-spitze-von-st-virgil-26252626

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