Chronik

Salzburger Almsommer startet sportlich in neue Saison

Für Wanderer und Wirtschaft: Am Sonntag wurde der Salzburger Almsommer eröffnet. Das Salzburger Land bietet mehr als 1800 Almen und 500 Hütten zum Einkehren.

Am Sonntagmorgen galt es in 1718 Meter Seehöhe zu gelangen. Belohnt wurden die Gäste mit einem herrlichen Ausblick. Auf der Trattenbach-Grundalm in der Ferienregion Nationalpark Hohe Tauern wurde der Salzburger Almsommer eröffnet - in diesem Jahr unter dem Motto "Quellwasser und Bergkräuter".

Salzburgs Skirennläufer Roland Leitinger sah die Almwanderung als Training an. Der Pinzgauer, der bei der Ski-Weltmeisterschaft in St. Moritz im Riesentorlauf die Silbermedaille holte, ist begeisterter Wanderer: "Das Vorbereitungstraining für die nächste Saison ist ja schon wieder voll im Gange. Umso schöner ist es, an einem freien Tag den Sommer in der Heimat zu genießen. Eine Almwanderung hält außerdem wunderbar fit - dann ist auch einmal ein Speckbrot oder ein Bauernkrapfen erlaubt."

Neben Hüttenschmankerln gab es bei der Eröffnung des Almsommers geführte Kräuterwanderungen, einen Kräuterworkshop, einen Jodelkurs sowie ein buntes Kinderprogramm. Die Wildkogel Böhmischen und die Mundart-Band LeRoXa sorgten für die musikalische Unterhaltung.

Für den Tourismus im Salzburger Land sei der Salzburger Almsommer eine Erfolgsgeschichte, sagte Leo Bauernberger, Geschäftsführer der SalzburgerLand Tourismus GmbH. Seit der Einführung im Jahr 2003 seien die Nächtigungen in den Sommermonaten um mehr als drei Millionen gestiegen - das sind mehr als 30 Prozent. Der Anstieg bei den Ankünften liege sogar bei einem Plus von rund 60 Prozent.

Ein Viertel der Fläche im Salzburger Land ist Almfläche. Wanderer können in mehr als 500 Hütten einkehren - 172 davon tragen die Auszeichnung "Almsommerhütte". Dieses Zertifikat garantiert ein authentisches Almerlebnis. "Die Almbauern produzieren hochwertige, frische und regionale Lebensmittel und sind wichtige touristische Angebotsträger. Ein regionaler Tourismus kann ohne funktionierender Landwirtschaft nicht zukunftsfähig bleiben", sagte Bauernberger.

Seit heuer werden "Kinder-Almen" gesondert ausgezeichnet: Diese Almhütten müssen spezielle Angebote für Familien mit Kindern aufweisen - etwa Spielplätze oder Tiere zum Streicheln.

Quelle: SN

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