Chronik

Salzburger Arzt hilft Obdachlosen ohne e-card

Bis zu 15 Klienten kommen ein Mal im Monat zu Erich Auer. Manche brauchen eine Behandlung. Die meisten kommen, um zu reden. Oft anonym.

Ein Mann Mitte 40 drängt in die Wäschekammer bei den Barmherzigen Schwestern. Seine Haare sind nicht gekämmt. Er riecht nach Alkohol und Exkrementen. Er stöhnt vor Schmerz. Dann lässt er sich auf einen Sessel fallen.

Seinen Namen muss er nicht nennen, damit Dr. Erich Auer einen Holzspatel auspackt und in seinen Mund sieht. Auch eine E-Card muss er nicht vorlegen. Der Arzt nickt und sieht dem Mann in die Augen. "Sie müssen zum Zahnarzt", sagt er. Eine schwere Zahnfleischentzündung und Karies verursachen die Schmerzen.

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