Chronik

Salzburger Bergretter verzeichnen mehr Einsätze als je zuvor

Die Bergrettung Salzburg zieht Bilanz: Die Einsätze steigen, die Finanzsituation bleibt angespannt.

Bergretter im Einsatz, hier im Jänner in Werfenweng. SN/bergrettung
Bergretter im Einsatz, hier im Jänner in Werfenweng.

Der Boom an Menschen, die ihre Freizeit in den Bergen verbringen, hält an. Und das merken auch die Bergretter: Mit 694 Einsätzen im Jahr 2018 hatte die Bergrettung Salzburg so viele Einsätze wie noch nie zuvor. 2017 waren es 637 Einsätze, 2016 noch 535. Insgesamt leisteten die rund 1400 Bergretter und Bergretterinnen im Vorjahr 9.754 Einsatzstunden, wie die am Wochenende bei der Landesversammlung in Grödig präsentierte Bilanz ergab.
Und der Trend hält an: Für die ersten Monate des Jahres 2019 gab es bereits über 200 Einsätze zu verzeichnen. Die meisten Einsätze finden jedoch während der Sommermonate im Juli (101) und August (121) statt. Die häufigsten Unfallursachen sind nach wie vor das Ausrutschen, Stürzen und Stolpern im Wandergelände. 51 Prozent der Einsätze betrafen gestürzte und rund 14 Prozent verirrte Personen.
Der klassische Einsatz im Fels und Eis macht nur einen geringen Anteil der Einsätze aus, ebenso die Bergung von Lawinenopfern. Hier sind die Einsätze mit rund einem Prozent gegenüber dem Jahr 2017 gleich geblieben. Bereits 20 Prozent aller Einsätze erfolgten in der Dunkelheit. 28 Menschen konnten im Jahr 2018 von den Bergrettern nur mehr tot geborgen werden. Im Jahr 2017 waren es mit 38 Toten um zehn mehr als 2018. Verteilt auf die Bezirke waren die häufigsten Einsätze wieder im Pongau (285), gefolgt vom Pinzgau (245), Flachgau (98), Tennengau (37), Lungau (29) zu leisten. Auffallend im "Bezirksranking" ist der konstante Anstieg von Einsätzen für Wanderer in Bergnot im Flachgau.

Angespannte Finanzsituation bei der Bergrettung

Bei der Landesversammlung wurden der Landesleiter Balthasar Laireiter und sein Pinzgauer Stellvertreter Klaus Wagenbichler mit 100 Prozent der Stimmen wieder gewählt, ebenso das Team der acht ehrenamtlichen Referenten. "Angespannt ist die finanzielle Situation für unsere Einsatzorganisation", sagt der Finanzreferent der Bergrettung, Martin Malter. "Obwohl wir extrem sparen, wären dringend höhere Zuschüsse nötig, um die hochqualitative Arbeit weiterhin aufrecht erhalten zu können." Landesleiter Laireiter ergänzt: "Die Bergretter finanzieren sich einen Großteil ihrer Ausrüstung selbst. Dass sie beispielsweise auch ihre privaten Fahrzeuge für Einsätze verwenden müssen, ist nicht mehr zeitgemäß." Hier wäre ein Zuschuss seitens der öffentlichen Hand sehr hilfreich. Für den Großteil an finanzieller Unterstützung kommen die Fördermitglieder (30 Prozent), die öffentliche Hand (25 Prozent) und Sponsoren der Bergrettung (15 Prozent) auf. Für die Bergretter könnte es aber künftig mehr Unterstützung geben. LH-Stv. Christian Stöckl (ÖVP) habe der Bergrettung versprochen, die Förderungen für die Rettungsorganisationen auf neue Füße zu stellen.


Quelle: SN

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