Chronik

Salzburger Bergsteiger bei Tour über den Schober tödlich verunglückt

Ein 74-jähriger Salzburger ist am Montag bei einer Bergwanderung in Oberösterreich tödlich verunglückt. Der Mann war laut Polizei am Vormittag mit seinem 75-jährigen Bergfreund auf der Schatzwand im Gemeindebiet von St. Lorenz unterwegs, als er trotz Bergausrüstung ausrutschte und etwa 150 Meter in eine steile Rinne abstürzte.

Das Gipfelkreuz des Schober. SN/mario taferner
Das Gipfelkreuz des Schober.

Der 74-jähriger Salzburger war am Montagvormittag mit seinem 75-jährigen Bergfreund auf der Schatzwand im Gemeindebiet von St. Lorenz unterwegs. Die beiden beabsichtigten von der Ruine Wartenfels über die Nordseite des Schobers einen unmarkierten Steig zu besteigen, der auf die Schatzwand führt.

Bei diesem Steig handelt es sich um einen gut ausgetretenen Steig, bei welchem mehrere Rinnen zu queren sind. Derzeit liegt in den Rinnen sowie am unmarkierten Steig teilweise Schnee.

Die Bergsteiger waren aufgrund der winterlichen Verhältnisse an der Nordseite der Schatzwand mit Steigeisen sowie Grödel (leichten Steigeisen) ausgerüstet. Der ortskundige 75-Jährige ging vor seinem Bergkameraden. Die beiden hatten bereits mehrere Rinnen gequert. Bei der letzten zu querenden Rinne führte der Wegverlauf auf schneebedecktem Untergrund leicht bergab.

Der 74-Jährige rutschte plötzlich trotz Grödel aus und stürzte etwa 150 Meter in eine steile Rinne ab. Sein Bergkamerad verständigte sofort via Notruf die Einsatzkräfte. Der Notarzt konnte jedoch nur mehr den Tod des Mannes feststellen.

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