Chronik

Salzburger Festspiele: Kein verschärftes Sicherheitspaket der Polizei

Während in Bayreuth im Vorfeld des diesjährigen Festivals das Sicherheitskonzept verschärft worden ist, hat die heimische Polizei im Zusammenhang mit den Freitag beginnenden Salzburger Festspielen keine speziellen Maßnahmen geplant.

Salzburger Festspiele: Kein verschärftes Sicherheitspaket der Polizei SN/robert ratzer
Symbolbild.

"Wir sind seit je her bei den Festspielen sehr präsent", sagte Polizeisprecherin Eva Wenzl am Freitag. Angesichts der aktuellen Entwicklungen und der dadurch erhöhten allgemeinen Gefährdungslage habe die Polizei schon vor einiger Zeit Anpassungen vorgenommen. So sei etwa die Präsenz auf der Straße erhöht worden, sagte Wenzl. Und bei den Festspielen selbst seien alleine schon wegen der Regelung der Zufahrt viele Beamte vor Ort. Die Polizei sei außerdem nur für die Sicherheit außerhalb der Festspielhäuser zuständig, in den Gebäuden habe der Veranstalter einen Sicherheitsdienst beauftragt.

Die Salzburger Festspiele selbst wenden nach eigenen Angaben "ein normgerechtes Risikomanagement" an. Das bedeute unter anderem, dass den Festspielen an 365 Tagen im Jahr und 24 Stunden jeden Tag ein zertifizierter Wachdienst zur Verfügung stehe, hieß es auf Anfrage. Bereits seit dem Jahr 1997 gebe es eine technische und personelle Zutrittskontrolle für jeden, der ins Festspielhaus will. Jeder neu angestellte Mitarbeiter müsse ein polizeiliches Führungszeugnis vorlegen. Vor jeder Aufführung gebe es eine Schulung und Sensibilisierung des gesamten Publikumsdienstes.

Weiters führt die Veranstaltungsbehörde nach Angaben der Festspiele in allen 14 Veranstaltungsstätten vor jeder Veranstaltung einen Sicherheitsrundgang durch, bei dem alle Sicherheitseinrichtungen genauestens kontrolliert werden. Erst dann wird die jeweilige Stätte von dieser freigegeben. Zudem seien in jeder Vorstellung und in jeder Spielstätte Vertreter der Polizei, der Feuerwehr sowie ein Arzt ständig anwesend. "Die Salzburger Festspiele beschäftigen sich das ganze Jahr über mit dem Thema Sicherheit der Besucher, Mitarbeiter und Künstler, weil neben unseren eigenen Salzburger Festspielen und den Salzburger Pfingstfestspielen verschiedene Fremd-Veranstaltungen und andere Festspiele (Osterfestspiele, Mozartwoche, Adventsingen) eingemietet sind", hieß es weiter.

Quelle: APA

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