Chronik

Salzburger Feuerwehren rückten wegen Unwetter etwa 60 Mal aus

20 Einsätze im Pinzgau, 40 in der Landeshauptstadt und einer im Flachgau hielten die Einsatzkräfte auf Trab. Sogar in das Landeskrankenhaus und in das Festspielhaus musste die Feuerwehr ausrücken.

Mit zehn Fahrzeugen der Salzburger Berufsfeuerwehr und fünf Fahrzeugen der beiden Freiwilligen Feuerwehren Bruderhof und Liefering bewältigten rund 60 Feuerwehrmänner und -frauen die nach dem Starkregen von Mittwochabend notwendigen Einsätze. "Großteils handelte es sich um überflutete Keller, die wir auspumpen mussten", berichtet Einsatzleiter Stefan Krakowitzer. Aber auch drei umgestürzte Bäume sowie umgerissene Bauzäune mussten beseitigt werden.

Zu einem Wassereintritt war es auch im Keller der Nuklearmedizin im Salzburger Landeskrankenhaus gekommen. "Dort stehen hochsensible technische Geräte, daher war es wichtig, dass wir das Wasser dort rasch wieder herausbekommen. Das ist uns gelungen", schildert Krakowitzer.

Auch die Festspiele wurden Opfer der enormen Regenmassen. Am meisten machte sich dies im Großen Festspielhaus bemerkbar, wo bedingt durch das historische Grabendach, während des Solistenkonzerts von Grigory Sokolov Wasser in den Zuschauerraum eintrat. Die Eintrittsstelle konnte sofort lokalisiert und das Konzert nach der Pause fortgesetzt werden.


Im Haus für Mozart, wo gerade die Pfingstproduktion "L'italiana in Algeri" zur Aufführung kam, gab es nur einen kurzen Stromausfall und einen kleinen Wassereinbruch auf der Seitenbühne.

Außerhalb der Landeshauptstadt konzentrierten sich die Einsätze auf den Oberpinzgau. Dort mussten insgesamt vier Freiwillige Feuerwehren - Wald, Neukirchen, Mittersill und Bramberg - rund 20 Mal ausrücken. Hauptaufgaben waren Auspumparbeiten sowie Einsätze nach Murenabgängen und Bäumen, die auf Straßen gefallen waren.

So war etwa die Katschbergstraße oberhalb der Breitlehengalerie auf einer Länge von 100 Metern vermurt. Auf Grund eines kurzen Starkregens lief ein Wassergraben über und es löste sich Gestein. Dies hatte zur Folge, dass der Durchlass, ein Eisensieb, des Wassergrabens verklauste und Geröll sowie Wasser auf die Fahrbahn gerieten. Die Straßenmeisterei war hier im Einsatz und behob das Problem.

Elf Einsätze wickelte die Freiwillige Feuerwehr Bramberg ab. "Gottseidank gab es keine Personenschäden und auch die Schäden an den Gebäuden hielten sich in Grenzen", berichtet Wolfgang Riedlsperger von der FF Bramberg.
Das Abfallwirtschaftszentrum der Gemeinde wurde durch einen über die Ufer getretenen Bach in Mitleidenschaft gezogen. Dabei kam der in Bramberg stationierte Hochwasseranhänger des Landesfeuerverbandes zum Einsatz. Die überfluteten Bereiche wurden mit den Hochleistungspumpen ausgepumpt.

Die größten Schäden gibt es in Bramberg beim Weichseldorfer Bach und bei namenlosen Gerinnen in der Weyerstraße und im Bereich der Dorfstraße auf Höhe der Tischlerei Rainer. Beim Weichseldorfer Bach wurde der Güterweg Reith auf einer Länge von etwa 25 Metern verschüttet. Dort laufen die Aufräumungsarbeiten auf Hochtouren - sie werden noch einige Tage in Anspruch nehmen.

Einen Einsatz gab es im Flachgau: Dort wurde ein überfluteter Keller ausgepumpt.

Quelle: SN

Aufgerufen am 18.04.2019 um 07:12 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/salzburger-feuerwehren-rueckten-wegen-unwetter-etwa-60-mal-aus-38566183

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