Chronik

Salzburger Flugretter hatten im Vorjahr 3345 Einsätze - erneut ein leichtes Minus

Auch im zweiten Pandemiejahr ging die Zahl der Flugrettungseinsätze des Roten Kreuzes Salzburg wieder etwas zurück. Waren es 2020 exakt 3563 Einsätze, so rückten die Flugretter im Vorjahr 3345 Mal aus. Das erneut leichte Minus liegt vor allem am langen Lockdown im ersten Halbjahr 2021 und auch an den damit verbundenen Einreisebeschränkungen für Touristen.

Der Notarzthubschrauber „Martin 1“.  SN/rotes kreuz salzburg
Der Notarzthubschrauber „Martin 1“.

Demgegenüber ist aber der durch die Coronapandemie bedingte Zusatzaufwand für die Crew-Mitglieder - Stichwort Einsatz in voller Schutzmontur - unverändert hoch. Vor Corona, etwa für das Jahr 2019, hatte das Rote Kreuz Salzburg noch 3850 Rettungsflüge gemeldet, 2017 waren es 3885, im Jahr 2017 rund 3820.

Das Rote Kreuz hält in Kooperation mit Heli Austria, Schider Helicopter, Wolf Helicopter und dem ÖAMTC vier Hubschrauber-Stützpunkte im Land (Flughafen Salzburg, St. Johann, Zell am See, Hinterglemm). Im Sommer sind vier Hubschrauber im Regeleinsatz, im Winter sind es fünf. Koordiniert werden die Einsätze über die Landesleitstellen des Roten Kreuzes in Salzburg und Zell am See.

Bei jedem Notarzthubschraubereinsatz sind neben dem Piloten ein Notarzt und ein Notfallsanitäter bzw. HCM (Hems Crew Member; Bergspezialist und Flughelfer) an Bord. An den vier Stützpunkten sind derzeit 22 Notfallsanitäter des Roten Kreuzes und 75 Notärzte an 365 Tagen im Dienst.
"Die Flugrettung ist ein sehr wichtiger Teil des Rettungswesens im Bundesland", sagt Sabine Kornberger-Scheuch, Landesgeschäftsführerin des Roten Kreuzes und ergänzt: "Die Kooperation mit unseren vier Partnern ist ausgezeichnet und ich bedanke mich herzlich für die professionelle Zusammenarbeit."

48 Prozent aller Rettungsflüge 2021 betrafen internistische und neurologische Erkrankungen (vor allem Herzinfarkte oder Schlaganfälle). Zu Sport- und Freizeitunfällen rückten die Flugretter in rund 30 Prozent aller Fälle aus (pandemiebedingter Rückgang um ca. zehn Prozent). Rund zwölf Prozent der Einsätze betrafen Arbeits- und Haushaltsunfälle, fünf Prozent Verkehrsunfälle.

Bei Alarmierung sind die Flugretter innerhalb weniger Minuten in der Luft, nach durchschnittlich 13 Minuten treffen sie am Notfallort ein.

Stützpunkte und Einsätze im Detail

Stützpunkt Flughafen Salzburg: Christophorus 6, EC 135
Zusammenarbeit Christophorus Flugrettungsverein (ÖAMTC)
1440 Rettungsflüge 2021.

Stützpunkt St. Johann (10 Monate): Martin 1, EC 135 T3H
Stützpunkt St. Johann (Wintersaison 3 Monate): Martin 10, MD 902
Zusammenarbeit Heli Austria GmbH (Roy Knaus)
770 Rettungsflüge 202.

Stützpunkt Zell am See: Heli-Alpin 6, EC 135 T3
Zusammenarbeit ÖAMTC, Schider Helicopter Service GmbH
691 Rettungsflüge 2021.

Stützpunkt Hinterglemm: Saisonal Martin 6, EC 135 T3 (Sommer- und Wintersaison)
Zusammenarbeit Wolf Helicopter GmbH & Co KG
444 Rettungsflüge 2021.

Aufgerufen am 19.05.2022 um 03:06 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/salzburger-flugretter-hatten-im-vorjahr-3345-einsaetze-erneut-ein-leichtes-minus-114881698

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