Chronik

Salzburger Fußgänger tragen kaum Reflektoren

Gerade in der Dunkelheit der Herbst- und Wintermonate ereignen sich zahlreiche Unfälle. Der ÖAMTC erklärt, wie wichtig reflektierende Materialien auf der Kleidung sind.

Reflektoren tragen besonders in den Wintermonaten zur Sicherheit bei.  SN/öamtc
Reflektoren tragen besonders in den Wintermonaten zur Sicherheit bei.

Zwei Drittel der tödlichen Fußgängerunfälle ereigneten sich in den vergangenen fünf Jahren zwischen Oktober und März, heißt es in einer Aussendung des ÖAMTC. Senioren seien besonders gefährdet: In Salzburg wurden im Vorjahr vier Fußgänger bei Verkehrsunfällen getötet. Alle Unfallopfer waren älter als 55 Jahre.
Um ein genaueres Bild der Situation im Straßenverkehr zu bekommen, hat der ÖAMTC in Salzburg insgesamt 860 Verkehrsteilnehmer bei Dunkelheit und Dämmerung beobachtet. Die Ergebnisse waren besorgniserregend. Von den beobachteten Fußgängern waren mehr als zwei Drittel (66 Prozent) dunkel gekleidet. Lediglich fünf Prozent setzten auf reflektierendes Material, um sich sichtbar zu machen. Von den Radfahrern waren mehr als ein Drittel (37 Prozent) ohne Beleuchtung unterwegs.
Der Nutzen von Reflektoren werde allgemein unterschätzt, heißt es. "Eine Person mit reflektierenden Materialien ist bei Dunkelheit im Abblendlicht eines Autofahrers bereits aus etwa 130 Metern Entfernung zu erkennen, eine dunkel gekleidete Person hingegen erst aus etwa 25 Metern", erklärt Aloisia Gurtner vom ÖAMTC Salzburg. Es gebe eine große Auswahl an Reflektoren, seit Kurzem auch Mützen mit eingearbeiteten Reflektorfäden oder Radhelme mit integriertem Licht.

Quelle: SN

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