Chronik

Salzburger Hauptbahnhof: Neuer Vorplatz, mit Alkoholverbot?

Der Bahnhofsvorplatz bekommt ein neues Gesicht. Ob und wie er ein neues Image bekommt, darüber ist sich die Stadtpolitik nicht einig.

Salzburger Hauptbahnhof: Neuer Vorplatz, mit Alkoholverbot? SN/robert ratzer
Ob und wie der Salzburger Hauptbahnhof ein neues Image bekommt, darüber ist sich die Stadtpolitik nicht einig.

Der Stadtsenat wird am Montag die Gestaltung des Bahnhofsvorplatzes absegnen. Konkret wird um 800.000 Euro (zur Hälfte von ÖBB und Stadt finanziert) der Brunnen saniert, die Taxizufahrt mit einem Schranken geregelt und der Platz gepflastert. Die Arbeiten sollen im März starten und bis Ende Juni abgeschlossen sein.

Bis dahin will SPÖ-Klubchef Bernhard Auinger ein "Gesamtkonzept" für den Bahnhofsvorplatz durch die politischen Ausschüsse bringen. Teil dessen ist neben einer Belebung des Platzes durch Veranstaltungen sowie verstärkte Sozialarbeit für Obdachlose und Trinker auch ein Alkoholkonsumverbot auf dem Südtiroler Platz. Doch von den anderen Parteien kam umgehend ein Nein, was wiederum die Stadt-SPÖ erzürnt. "Nach kons truktiven Gesprächen mit den Verantwortlichen vor Ort ist es sinnvoll, den Bahnhofsvorplatz aufzuwerten. Das kategorische Nein der Bürgerliste - ohne sich näher mit dem Thema zu beschäftigen - ist nicht nachvollziehbar", sagt SPÖ-Gemeinderätin Andrea Brandner.

Überwachung des Alkoholverbots kostet rund 600.000

Euro Ein Alkoholkonsumverbot müsste das Amt für öffentliche Ordnung überwachen. Ressortchef Vizebgm. Harald Preuner (ÖVP) hat berechnen lassen, wie viel Personalaufwand nötig wäre, und kommt auf "zehn bis 15 Personen zusätzlich". Umgerechnet wären das 450.000 Euro an Kosten pro Jahr, inklusive Overhead und Reserve wohl 600.000 Euro. Denn im Laufe der Zeit seien etliche Aufgaben hinzugekommen.

So müsse das Amt für öffentliche Ordnung das Alkoholverbot am Rudolfskai und in der Gstättengasse überwachen, man sei zuständig für Kontrolle und Räumung der Bettlerlager, Kon trolle der Straßenprostitution, der Bordelle, der Leinen- und Maulkorbpflicht und der Gastronomiebetriebe. Preuner fordert daher Unterstützung von Personalreferent Bgm. Heinz Schaden (SPÖ), wenn dessen designierter Nachfolger Bernhard Auinger ein Alkoholkonsumverbot durchsetzen wolle.

Quelle: SN

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