Chronik

Salzburger Landeskliniken: Wachdienst kontrolliert das Rauchverbot

Patienten und Besucher halten sich nach Information der Landeskliniken nicht an das generelle Rauchverbot auf dem Klinikgelände. Deswegen greift die Klinikleitung jetzt durch: Raucher müssen ab sofort zwingend in die dafür vorgesehenen Raucherzonen.

Die Salzburger Landeskliniken werden an allen fünf Standorten zu "Rauchfreien Krankenhäusern". Das gab die Klinikleitung am Montag bekannt. Die SALK würden täglich mit dem Thema Rauchen konfrontiert. Zum einen sei es gesundheitsschädigend. Hunderte Patienten würden jährlich in Folge des Rauchens in den SALK behandelt. Zum anderen würden sich viele Patienten und Besucher seit Jahren nicht an das bestehende, generelle Rauchverbot am Klinikgelände halten.

Geschäftsführer Paul Sungler sagt: "Wir möchten und müssen unsere Mitarbeiter, Patienten und Besucher bestmöglich vor Passivrauch schützen. Um dies zu gewährleisten, haben wir eigens überdachte Raucherplätze geschaffen. Dennoch kommt es häufig vor, dass Patienten oder Besucher vor Gebäudeeingängen rauchen, obwohl wenige Meter daneben ein Raucherplatz zur Verfügung steht. Wir haben als größte Gesundheitseinrichtung des Landes eine Vorbildwirkung auf unsere Patientinnen und Patienten sowie auf andere Gesundheitseinrichtungen und Betriebe insgesamt. Rauchen am Klinikgelände passt nicht zu dieser Vorbildfunktion!"

SALK wollen beim Rauchstopp unterstützen

Aus diesem Grund hat sich der Geschäftsführer dazu entschieden alle fünf SALK-Standorte zu "Rauchfreien Krankenhäusern" zu machen. Die Standorte sind neben der Landesklinik die Dopplerklinik, das Krankenhaus Tamsweg, das Krankenhaus Hallein und das Krankenhaus St. Veit. Die insgesamt 14 Raucherinseln bleiben erhalten - Rauchern wird es aber nicht mehr gestattet, außerhalb dieser Zonen eine Zigarette anzuzünden. Kliniksprecherin Mick Weinberger sagt: "Wir haben bisher bei Patienten und Besuchern mehrere Augen zugedrückt, das ist jetzt vorbei." Der Wachdienst werde das Rauchverbot mitkontrollieren. Nachsatz: "Es wird keiner der Klinik verwiesen, wenn er beim Rauchen vor dem Eingang erwischt wird, aber auf das Verbot hingewiesen."

Rauchfre

Ein Erster Schritt sei mit der Re-Zertifizierung zum Bronze Status "Rauchfreies Krankenhaus" des "Österreichischen Netzwerks Gesundheitsfördernder Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen" bereits gesetzt worden. Allein das Bekenntnis zu einer Nicht-Rauchen-Politik ist Sungler und dem Team der Betrieblichen Gesundheitsförderung unter der Leitung von Prof. Niebauer jedoch zu wenig: "Wir möchten, dass sich nicht nur unsere Mitarbeiter, sondern auch Patienten sowie Besucher an das generelle Rauchverbot am Klinikgelände halten. Wir wollen aber nicht nur verbieten, sondern beim Rauchstopp unterstützen. Dazu werden für Mitarbeiter am klinikeigenen Bildungszentrum Informationsveranstaltungen und Rauchentwöhnungskurse in Kooperation mit AVOS und den Krankenkassen kostenfrei angeboten", sagt der Geschäftsführer.

Quelle: SN

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