Chronik

Salzburger Muslime feiern ihr höchstes Fest

Beim Opferfest erinnerte ein syrischer Prediger an Allahs Worte: "Er hat uns nicht erschaffen, damit wir einander umbringen."

Es ist ein fröhliches Fest und gilt als das höchste im Islam: Während des Hadsch, der Wallfahrt nach Mekka, wird das Opferfest gefeiert. Es erinnert die Muslime in der ganzen Welt daran, Allah zu vertrauen. In Salzburg kamen Montag früh hunderte Gläubige aus zahlreichen Nationen in die TriBühne Lehen, um das vier Tage dauernde Fest mit einem gemeinsamen Gebet zu beginnen. Es wurden Getränke und ein kleiner Imbiss gereicht, für die Kinder gab es ein eigenes Programm. Verantwortlich zeichnete der Islamische Kulturverein. Traditionell werden während des Opferfestes Verwandte und Freunde besucht. Auch Geschenke werden ausgetauscht.

Prediger: Friedliches Zusammenleben gehört zu Pflichten der Muslime

Das Opferfest heißt auf arabisch Id al-Adha. Es erinnert an den Propheten Ibrahim (Abraham), dessen Gottvertrauen auch Juden und Christen ein großes Vorbild ist. Allah hatte Ibrahim laut der Überlieferung im Koran auf die Probe gestellt, indem er den Propheten aufforderte, seinen Sohn Ismail (Isaak) zu opfern. Als Gott Ibrahims Bereitschaft sah, hielt er ihn vom Opfer ab, Ibrahim opferte stattdessen einen Widder. Die Muslime gedenken Ibrahims Opferbereitschaft mit dem Schlachten eines Paarhufers, das Fleisch sollen sie an Bedürftige verteilen. Die Geschichte wird im Koran in Sure 37 erzählt.

Beim Auftakt des Opferfestes in Salzburg erinnerte der aus Syrien stammende Prediger Hussein al Hussayna daran, dass Allah keinen Unterschied zwischen den Menschen macht und dass ein friedliches Zusammenleben zu den Pflichten der Muslime zählt. Allah "hat uns nicht erschaffen, damit wir einander umbringen", sagte er. Die Predigt wurde auf arabisch gehalten, aber auch in deutsch übersetzt.

Quelle: SN

Aufgerufen am 18.09.2018 um 09:29 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/salzburger-muslime-feiern-ihr-hoechstes-fest-1071907

Dirndl selbst schneidern: Kurse ausgebucht

Dirndl selbst schneidern: Kurse ausgebucht

Mit dem Rupertikirtag beginnt die Hochsaison für die Tracht. Schneiderin Katharina Rettenwender erlaubt den Boom hautnah. Nicht nur, weil sie die Tracht an spezielle Bedürfnisse anpassen kann: "Die Standard-…

Schlagzeilen