Chronik

Salzburger Polizei ermittelt gegen einen Kollegen

Der Verdacht gegen einen Abteilungsinspektor im Flachgau lautet auf Amtsmissbrauch.

Symbolfoto SN/apa(archiv)/gindl
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Die Salzburger Polizei ermittelt wegen des Verdachts des Amtsmissbrauchs in den eigenen Reihen. Ein leitender Beamter soll Strafgeld aus Organmandaten nicht ordnungsgemäß abgerechnet haben. Das berichtete am Donnerstag früh der ORF.
Der betroffene Abteilungsinspektor sei stellvertretender Kommandant einer Inspektion im Flachgau. Er soll Autofahrer wegen Geschwindigkeitsübertretungen bestraft haben. Auf dem Originalpapier, das den Lenkern ausgehändigt wurde, soll ein anderer Betrag eingetragen gewesen sein als auf dem im Nachhinein geänderten Durchschlag, der zur Abrechnung verwendet wird. Laut Radio Salzburg entdeckten Kollegen die Unregelmäßigkeiten.

"Gegen diesen Mann wurden dienst- und strafrechtliche Ermittlungen wegen des Verdachts des Amtsmissbrauchs eingeleitet", sagte Polizeisprecher Michael Rausch. Weitere Informationen zur Sache könne er frühestens nach Abschluss der Ermittlungen bekannt geben. "Wir sind natürlich bemüht, diesen Sachverhalt hier transparent und im Sinne aller Beteiligten lückenlos aufzuklären. Der Kollege ist zur Zeit nicht im Dienst, er ist suspendiert." Der Polizist sollte eigentlich im Juli zum Inspektionskommandanten befördert werden.
Das Landeskriminalamt übernahm die Ermittlungen, hieß es im Bericht. Die Klärung der Vorwürfe dürfte langwierig sein, alle vom betroffenen Polizisten ausgestellten Organstrafmandate der letzten Monate müssen überprüft werden. Unter den Bestraften sind auch ausländische Fahrzeuglenker.

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