Chronik

Salzburger Polizistin attackiert: Somalier in Bayern in Haft

Ein 19-jähriger Asylbewerber, der in der Stadt Salzburg eine Polizistin außer Dienst verletzt hatte, wurde in Bayern festgenommen. Er dürfte bald ausgeliefert werden.

Salzburger Polizistin attackiert: Somalier in Bayern in Haft SN/alswart - Fotolia
Symbolbild.

Der Fall hatte in der Öffentlichkeit und bei der Polizei für Aufregung gesorgt:

Ein 19-jähriger Asylbewerber aus Somalia hatte laut den Ermittlungen Ende Juli gegen sechs Uhr früh eine Salzburger Polizistin außer Dienst nahe ihrer Wohnung massiv attackiert und verletzt. Die Staatsanwaltschaft leitete in der Folge nicht nur gegen den - kurz festgenommen und dann auf freiem Fuß angezeigten - Afrikaner ein Strafverfahren wegen Körperverletzung ein. Auch gegen die 30-jährige Polizistin wurde gegen Körperverletzung ermittelt, ehe das Verfahren gegen sie Anfang September eingestellt wurde: Demnach hatte sie dem Somalier damals "in berechtigter Notwehr" ebenfalls Verletzungen zugefügt.

Ermittlungen wegen Verdachts der versuchten Vergewaltigung

Nach mehreren Zeugenvernehmungen dehnte die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen gegen den Somalier aus: Möglicherweise versuchte er auch, die Beamtin zu vergewaltigen; zudem soll der 19-Jährige in Salzburg auch einen räuberischen Diebstahl in einer Tankstelle und ein weiteres Delikt verübt haben.

Nachdem der Somalier zuletzt untergetaucht war, wurde er jetzt aber in Bayern verhaftet. Robert Holzleitner, Sprecher der Staatsanwaltschaft Salzburg: "In der Vorwoche teilte die Polizei mit, dass der Verdächtige in der Justizvollzugsanstalt Laufen in Haft sitzt - wegen Verstoßes gegen das Aufenthaltsgesetz. Es ist zu erwarten, dass er aufgrund eines von uns erlassenen Europäischen Haftbefehls an Österreich ausgeliefert wird."

Quelle: SN

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