Chronik

Salzburger Prozess um Tierquälerei endete mit Diversion

Frau war angelastet worden, ihren jungen Hund getreten zu haben.

Symbolbild.  SN/bilderbox
Symbolbild.

Eine Kroatin (41) sah sich am Freitag am Landesgericht mit dem Vorwurf der Tierquälerei konfrontiert. Laut Strafantrag soll sie im Mai ihrem jungen Hund mit dem Knie und den Füßen gegen die Rippen getreten haben. Zudem lastete Staatsanwalt Filip Grubelnik der an psychischen Problemen leidenden Frau (Verteidiger: Robert Galler) an, einem Mann ins Gesicht geschlagen zu haben. Dieser, so Grubelnik, habe die Frau wegen des Vorfalls mit dem Hund festgehalten und beschimpft.

Der Vorfall hatte sich während einer öffentlichen Feier ereignet - der Frau hatte die Menschenmenge offenbar psychisch zugesetzt. Im Prozess beteuerte sie, ihren Hund - entgegen den Angaben einer Zeugin - nicht getreten, sondern "nur mit dem Fuß zur Seite geschubst" zu haben. Zudem habe sie den Mann nicht geschlagen, sondern nur "leicht im Gesicht getroffen".

Richter Peter Egger schlug eine Diversion vor - konkret die vorläufige Einstellung des Verfahrens unter Setzung einer Probezeit von zwei Jahren. Solle die Frau innerhalb dieser Zeit keine weiteren strafbaren Handlungen mehr begehen, dann werde das Strafverfahren endgültig eingestellt. Alle Beteiligten akzeptierten das Diversionsanbot.

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